Pinneberg

Über’s Sammeln: Museum in der Nussschale

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Mirjam Rüscher
Felisha Bahadur lädt die Besucher des Stadtmuseums Pinneberg ein, an dieser Schnecke zu lauschen

Felisha Bahadur lädt die Besucher des Stadtmuseums Pinneberg ein, an dieser Schnecke zu lauschen

Foto: Mirjam Rüscher / HA

Neue Ausstellung im Stadtmuseum Pinneberg. Studenten der Muthesisus Kunsthochschule Kiel begeben sich auf Erkundungstour.

Pinneberg.  Um den Kern einer Nuss zu entdecken, muss man sie knacken. Diese Analogie schwebt über der neuen Ausstellung im Stadtmuseum Pinneberg. Unter dem Titel „Das Museum in der Nussschale“ stellen zehn Studenten der Muthesisus Kunsthochschule in Kiel ihre Werke aus.

Museumsleiterin Ina Duggen-Below hatte die Studenten aus der Klasse für Malerei von Professorin Antje Majewski eingeladen. Sie durften sich in allen Ecken des Museums umsehen. Dabei stießen sie auf die vielen unterschiedlichen Sammlungen. „Für ein so kleines Museum gibt es hier eine sehr große Bandbreite“, so Majewski. Auf diese Sammlungen reagieren die Studenten in und mit ihren Werken. Das ist ganz im Sinne von Ina Duggen-Below: „Sonst werden ja nur die Ausstellungen gesehen, jetzt steht das Sammeln und Pflegen im Vordergrund.“

Anke Müffelmann ließ sich von der Motorensammlung des Museums inspirieren. „In meinen Zeichnungen wurden die Motoren immer lebendiger“, erzählt sie. Ihre Zeichnungen übertrug sie in Stickereien, die sowohl auf Leinwände gezogen als auch als Servietten zu sehen sind.

Linn Pirr entdeckte Artefakte eines ehemaligen Milchgeschäftes in Pinneberg und kramte die umfangreiche Milchkännchen-Sammlung ihrer Großmutter hervor. Sie hofft, dass die Besucher ihr Angebot nutzen und in kleinen Briefen schreiben, was Auslöser für ihre eigenen Sammelleidenschaften war. Im ersten Stock des Museums, direkt hinter der geologischen Sammlung empfängt Christian Vogel die Besucher in der Dunkelkammer. Er hat Steine mit fluoreszierender Farbe bearbeitet und bringt sie unter Schwarzlicht zum Leuchten.

Eine seltene Schnecke aus der Karibik und eine Arbeit zur Doppelkokosnuss von den Seychellen hat Felisha Bahadur mitgebracht. Was sie dazu inspiriert hat, und was zu hören ist, wenn man das Ohr an die Schnecke hält – entdecken Sie es selbst.

Das Museum in der Nussschale 9. Dezember bis 28. Januar. Vernissage: Fr, 9.12., 17 Uhr. Öffnungszeiten: Di, Mi und Fr von 17 bis 19 Uhr, Do von 10 bis 12 sowie von 15 bis 17 Uhr und Sa von 11 bis 13 Uhr.

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