Pinneberg
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Zoff um Ausschreibung für Verkauf des Ex-Zeughauses

Pinneberg. Klaus Bahrke musste sich Luft machen. Während der Pinneberger Ratsversammlung nutzte er die Einwohnerfragestunde, um Politik und Verwaltung zur Rede zu stellen und seinem Unmut Ausdruck zu verleihen. Schon lange ist der Pinneberger an dem früheren Zeughaus auf dem Gelände der ehemaligen Eggerstedt-Kaserne interessiert. Zwei Angebote habe er bereits abgegeben und intensive Gespräche mit der Verwaltung geführt. Doch trotz der fortgeschrittenen Verhandlungen um das Gelände hat Bahrke nicht den Zuschlag für das bebaute Grundstück erhalten. Stattdessen steht das Areal nun am freien Markt zum Verkauf.

Bahrke fühlt sich von Politik und Verwaltung hintergangen. Man habe ihn nicht über die Ausschreibung informiert und seine Angebote einfach unter den Tisch fallen lassen. 1,6 Millionen Euro soll der Pinneberger für das Areal geboten haben. Bahrke, den viele als Organisator der Veteranenrallye Pinneberg Mobil kennen, will auf dem Gelände ein Museum für historische Autos errichten.

Zuspruch bekam Bahrke von Uwe Lange von den Bürgernahen und Angela Traboldt von der SPD. Die Ausschreibung sei in keinem politischen Gremium thematisiert worden. „Dazu gibt es keinen Beschluss“, betonte Traboldt. Der Bürgernahe Uwe Lange erklärte: „Ginge es nach meiner Fraktion, hätte Bahrke den Zuschlag längst bekommen.“ Bürgermeisterin Urte Steinberg versicherte, man werde Bahrke über die Ausschreibung informieren und sein Angebot bei der späteren Vergabe berücksichtigen.