Pinneberg
Uetersen

Schüler bringen faires T-Shirt auf den Markt

Albert Röhl vom Weltladen Top 21 in Elmshorn bietet fair gehandeltes Bio-T-Shirt der Schülerfirma Young and Fair, vertreten durch Florian Steig und Arvid Maiwald

Albert Röhl vom Weltladen Top 21 in Elmshorn bietet fair gehandeltes Bio-T-Shirt der Schülerfirma Young and Fair, vertreten durch Florian Steig und Arvid Maiwald

Foto: Anne Dewitz / HA

Jungunternehmer des Uetersener Ludwig-Meyn-Gymnasiums kooperieren mit Elmshorner Weltladen, um das Shirt unter die Menschen zu bringen.

Elmshorn/Uetersen.  Der Name ist Programm: Unter dem Label Defy haben Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnasiums (LMG) in Uetersen ein T-Shirt auf den Markt gebracht – ökologisch hergestellt und fair produziert. „Der englische Begriff defy heißt trotzen“, sagt Arvid Maiwald. „Wir wollen dem Konsumwahn trotzen.“ Der 17-Jährige hat sich mit seinem Mitschüler Florian Steig auf den Weg nach Elmshorn gemacht, neue Vertriebsmöglichkeiten zu erkunden.

Mit Albert Röhl vom Weltladen Top 21 an der Holstenstraße haben sie den passenden Kooperationspartner gefunden. Er betreut seit Jahren erfolgreich Schulprojekte wie „Fair macht Schule“ und er verkauft in seinem Weltladen ausschließlich fair Gehandeltes. Aber auch die Qualität der T-Shirts aus Biobaumwolle überzeugt. „Sie fassen sich gut an, und das Design gefällt mir“, sagt er. Der Preis ist auch fair. 15 Euro kostet das T-Shirt, das in Bangladesch zu für die Näher akzeptablen Arbeitsbedingungen und Löhnen genäht wurde.

Seit vier Jahren gibt es die Schülerfirma „Young and Fair“ am LMG nun schon. Arvid und Florian gehören bereits der zweiten Generation Schüler an, die das kleine Unternehmen weiterführen. Und das sehr erfolgreich. Mehr als 3000 Kleidungsstücke wurden bereits verkauft, vor allem an Sportvereine und Schüler. Die Jungunternehmer bieten bedruckte T-Shirts mit Wunschmotiven an. Kürzlich haben sie ihr Spektrum um die Marke Defy erweitert. Das Design ihrer neuesten Kreation – ein Hirsch – entstand im Zuge eines Wettbewerbs an ihrem Gymnasium. Jetzt sollen die Schülerfirma-Aktivitäten ausgebaut und weitere Verkaufsstellen in Geschäften gefunden werden.

Das Engagement der Schüler kommt nicht von ungefähr. Das LMG richtet sich als „Zukunftsschule.SH“ nach dem Leitkonzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Alle zwei Jahren können sich Schulen für die inzwischen auf zwei Jahre befristete Auszeichnung bewerben. Seit 2006 wurde das LMG mit der höchsten Zertifizierungsstufe „Wir setzen Impulse“ ausgezeichnet, die Schulen erhalten, die besondere Leistungen in der Bildung für nachhaltige Entwicklung nachweisen können und andere Schulen darin weiterbilden.