Pinneberg
Haseldorf

Ein Multimedia-Spektakel zum Thema Heimat

Sie sind das Pantheater: Annabel Andreas und Michael Leye

Sie sind das Pantheater: Annabel Andreas und Michael Leye

Foto: Thomas Pöhlsen / HA

Das Heimat-Stück „Vor unserer Tür ... Erkundungen zu Hause“ des Haseldorfer Pantheaters hat feiert am 2. Dezember Premiere.

Haseldorf.  Von den großen Themen im Kleinen soll das neue Stück des Haseldorfer Pantheaters erzählen. „Vor unserer Tür ... Erkundungen zu Hause“ stellt die Menschen und die Natur der Haseldorfer Marsch in den Mittelpunkt. Die einzige professionelle Theaterbühne im Kreis verspricht „ein multimediales Spektakel über unsere Gegend“.

„Früher sang in der Nähe unseres Theaters am Deich eine Lerche“, berichten die Theatermacher Michael Leye und Annabel Andreas. Doch der Gesang des Vogels ist mittlerweile verstummt. Der Bestand des Singvogels geht deutschlandweit zurück. Das war der Auslöser, sich näher mit den Themen Naturschutz und Landwirtschaft zu beschäftigen. Denn wohl kaum an einem Ort im Kreis Pinneberg prallen die Positionen von Naturnutzern und Naturschützern so heftig aufeinander, seit 1984 das Elbvorland zum Schutzgebiet erklärt wurde. Mittlerweile gilt es als eine der europaweit wichtigsten Schutzzonen.

Die beiden Theatermacher suchten den neuen Blick auf die gewohnte Umgebung. Sie haben in den vergangenen Monaten 1000 Stunden Film gedreht. Dazu gehören Interviews genauso wie Landschaftsaufnahmen. Im Laufe der Arbeit an dem Stück trat der filmische Aspekt jedoch in den Hintergrund. „Hauptsächlich werden wir Theater spielen“, sagt Leye über das 90-Minuten-Stück, das mit Unterstützung des Kreises, der Umwelt-Lotterie Bingo und der Stiftung der Sparkasse Südholstein entstand. Ein Teil der Texte stammt von den beiden. Sie bedienen sich aber auch der Werke einer breiten Paletten von Autoren aus Romantik sowie Sturm und Drang über Naturalismus und Impressionismus bis hin zu modernen Wissenschaftstheorien wie der „schöpferischen Ökologie“. Zu hören sind Texte von Prinz Emil von Schoenaich-Carolath, Theodor Storm, Rainer Maria Rilke, Franz Werfel, Arno Holz und Andreas Weber.

Zu dem multimedialen Spektakel gehört auch viel Musik, die bis auf eine Ausnahme live auf der Bühne gespielt wird. Vielseitig ist die Auswahl mit Barock (Franz Tunder), Jazz (Razaf/Waller), Blues (Memphis Slim), Soul (Bill Withers und Stevie Wonder) und Pop (Beatles und Sting).

Wer derzeit ins Uetersener Burg-Kinocenter geht, bekommt einen ersten Eindruck von dem Stück. Vor den Filmen wird ein von den Haseldorfern produzierter Trailer gezeigt.

Premiere: Fr 2.12., 19.30 Uhr, Deichreihe 29, Haseldorf. Weitere Aufführungen am 3., 9., 10., 16. und 17.12., 19.30 Uhr, sowie 4., 11. und 18.12., 19 Uhr. Reservierung: 04129/607 oder info@pantheater.de. Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten