Pinneberg
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Wildtierstation findet Pflegefamilien für Igel

Igel in der Wildtierstation Sparrieshoop

Igel in der Wildtierstation Sparrieshoop

Foto: Christian Erdmann / HA

In einem Aufruf suchte die ehrenamtliche Stationsleiterin Katharina Erdmann private Pflegestellen, bei denen die Igel überwintern können.

Pinneberg.  Mehr als 50 Igel hatte die Wildtierstation in Sparrieshoop in Pflege und stieß dabei an ihre Grenzen. Der Verein, der seine Arbeit rein aus Spenden finanziert und kein öffentliches Geld für die Versorgung in Not geratener Wildtiere erhält, sah sich gezwungen, einen Aufnahmestopp zu verhängen.

„Meist handelt es sich um Igel, die gesund sind, aber noch nicht das nötige Gewicht von 450 Gramm erreicht haben, um in den Winterschlaf gehen zu können“, sagt Katharina Erdmann, die die Station gemeinsam mit ihrem Mann Christian leitet und seit Mai neue Vorsitzende des Landestierschutzverbandes Schleswig-Holsteins ist. In einem Aufruf suchte die ehrenamtliche Stationsleiterin private Pflegestellen, bei denen die Igel überwintern können – mit entsprechender Beratung und Unterstützung durch ihr Team.

Die Resonanz war überwältigend. „Das Telefon klingelte in manchen Momenten ununterbrochen, und unzählige Mails erreichten uns“, sagt sie. „Viele unserer stacheligen Pfleglinge, die noch zu klein für den Winterschlaf sind, konnten wir in liebevolle Hände abgeben.“ Somit hat die Wildtierstation wieder Kapazitäten für weitere Igel, die zum Beispiel durch Hundebisse oder bei Verkehrsunfälle verletzt werden und intensive medizinische Behandlungen benötigen. Dank der Hilfe hat die Station auch wieder Luft, um auch die Tiere aufzunehmen, die einfach noch Gewicht zulegen müssen.

Gleichzeitig appelliert Erdmann an Gartenbesitzer und städtische Mitarbeiter, die sich um die Grünpflege kümmern, Laub nicht einfach einzusammeln, sondern großzügig an geeigneten Stellen im Garten zu sammeln.