Pinneberg
Kreis Pinneberg

Suche nach Kita-Platz wird einfacher

Elmshorn beteiligt sich als erste Kommune im Kreis an neuem landesweiten Portal. Weitere folgen in Kürze

Kreis Pinneberg. Das Kita-Portal Schleswig-Holstein soll die Suche nach einem Kindergartenplatz erleichtern und für Eltern Online-Anmeldungen ermöglichen. Im Juni ging das landesweite Angebot an den Start. Elmshorn ist jetzt die erste Kommune im Kreis Pinneberg , die sich beteiligt. Weitere folgen.

„Eigentlich wollten wir ein eigenes Portal aufbauen. Als das Projekt ins Stocken geriet, haben wir uns entschlossen, uns der Landesinitiative anzuschließen“, erläutert Heike Rosemann, Leiterin des Amtes für Kinder, Jugend, Schule und Sport. Seit kurzem sind die Daten von 19 Elmshorner Kitas in dem Portal eingepflegt, hinzu kommt die Zukunfts-Kita im benachbarten Kölln-Reisiek.

Interessierte können in der Regel ein Porträt der jeweiligen Einrichtung inklusive Fotos aufrufen. Sie erfahren die genaue Anschrift der Einrichtung, deren Öffnungszeiten, die angebotenen Gruppen (Elementar, Hort, Krippe), die Höhe der Gebühren und – im Optimalfall – den jeweiligen Belegungsstand. Für die aktuelle Platzsituation ist ein Ampelsystem integriert – ein grünes Häkchen zeigt freie Plätze ein, ein gelber Kreis symbolisiert die Möglichkeit, sich in eine Warteliste einzutragen, und ein rotes Kreuz macht deutlich, dass in der betreffenden Einrichtung alle zur Verfügung stehenden Plätze belegt sind.

Neben den Vorteilen für die Eltern, die sich schnell und umfassend über Betreuungsangebote informieren und erkennen können, wo es noch freie Plätze gibt, bietet das Portal auch Vorteile für die Kommunen. „Unser großes Problem ist, dass sich Eltern in zahlreichen unserer 22 Einrichtungen anmelden“, erläutert Heike Rosemann. Bisher hätten die Wartelisten aller Einrichtungen aufwendig per Hand abgeglichen werden müssen, um Mehrfachanmeldungen erkennen zu können.

Das Kita-Portal vereinfache die Bedarfsplanung der Kommune, weil das System solche Mehrfachanmeldungen einfach herausfiltern könne. „In erster Linie ist das Portal aber ein toller Service für die Eltern“, so die Rathausmitarbeiterin. Sie könnten ihr Kind in bis zu drei Einrichtungen für einen Betreuungsplatz vormerken lassen und dabei eine Priorisierung vornehmen. Die Vormerkung lande direkt bei der Kita, die sich dann mit den Eltern in Verbindung setzen und sie zu einem persönlichen Besuch der Einrichtung einladen könne. Dabei komme dann der Betreuungsvortrag zustande.

Etwa 2000 Kita-Plätze gibt es in Elmshorn in den 22 Einrichtungen. „Noch sind nicht alle dem Portal angeschlossen, das wird aber bald passieren“, so die Amtsleiterin. Auch seien noch nicht alle gesammelten Daten komplett in das System eingegeben worden. Dies solle jedoch bis Jahresende so weit sein. Im März, wenn die Vergabe der Plätze für das neue Kindergartenjahr beginnt, solle das Portal eine wichtige Rolle spielen.

Das gilt auch für Quickborn. „In drei Jahren wird das ein Selbstgänger sein“, sagt Amtsleiter Carsten Möller. Mitarbeiter der Stadt sowie der Kitas seien bereits im Juni im Umgang mit dem Kita-Portal geschult worden. Derzeit sei man dabei, die entsprechenden Daten zu sammeln, um sie auf dem Portal veröffentlichen zu können. Möller: „Das ist eine Win-Win-Situation – für die Eltern und für uns als Kommune.“ Möller ist zuständig für acht Einrichtungen in Quickborn mit 1000 Plätzen sowie zwei in Hasloh (150 Plätze) und zwei in Bönningstedt (200 Plätze). Auch die von Quickborn verwalteten Nachbarorte sollen im Portal auftauchen.

Wedel will ebenfalls mitmachen. „Wir sind dabei, uns mit den Trägern abzusprechen, um aufgenommen zu werden“,, sagt Amtsleiter Burkhard Springer. Das Portal bietet aus seiner Sicht für die Kommune, die Kita-Träger und die Eltern einen Mehrwert. Problematisch sei nur, dass verschiedene Träger bereits eigene Programme einsetzen würden. Springer: „Wir müssen eine Schnittstelle zum Kita-Portal schaffen.“

Auch Rellingen wird sich beteiligen – „so schnell wie möglich“, sagt Amtsleiterin Silke Mannstaedt. Einzelne Träger wie die Wabe würden in Kürze mit ihren Daten online gehen. Halstenbek hingegen wird in Sachen Kita-Portal zunächst ein weißer Fleck auf der Landkarte bleiben. „Wir haben uns noch nicht mit dieser Thematik befasst, setzen momentan andere Prioritäten“, so Rathausmitarbeiterin Dagmar Klinck.