Pinneberg
Quickborn

Stadt will an der A 7 neue Betriebe ansiedeln

WEP-Chef Harald G. Schroers (r.) und Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl wollen Unternehmen in die Region locken

WEP-Chef Harald G. Schroers (r.) und Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl wollen Unternehmen in die Region locken

Foto: Burkhard Fuchs

Stadt Quickborn erwirbt zusammen mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises 20 Hektar Land an der Autobahn.

Quickborn.  Die neue Ära der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WEP des Kreises Pinneberg beginnt in Quickborn. Erstmals seit zehn Jahren hat die WEP wieder eine große Fläche Land erworben, die bis 2018 zu einem neuen Gewerbegebiet erschlossen und entwickelt werden soll. Zudem sind die 20 Hektar das erste Projekt im neuen Kooperationsmodell, bei dem die WEP sich die Kosten und den Erlös mit der jeweiligen Gemeinde teilt. Beide zusammen würden nun rund 20 Millionen Euro in den vierten Bauabschnitt westlich des Gewerbegebiets Halenberg und Hohenbecksmoor in Quickborn-Heide nahe der A-7-Auffahrt investieren, sagten WEP-Chef Harald G. Schroers und Bürgermeister Thomas Köppl.

Die Gewerbefläche sei dringend notwendig, um weitere finanzstarke und wachstumskräftige Unternehmen nach Quickborn zu locken, sagt Köppl. „Das ist eine 1A-Gewerbelage direkt an der A 7.“ Die Grundstückspreise würden „deutlich über 100 Euro“ liegen, wenn das Gebiet erschlossen und zu etwa zehn Hektar Netto-Bauland baureif entwickelt sei, sagt Schroers. Darum werde es wohl nur für Betriebe in Frage kommen, die spezialisiert sind und eine hohe Wertschöpfung erzielen wie etwa der Maschinenbau und seine Zulieferbetriebe. Als reine Lagerfläche wären die Flächen wohl zu teuer.

„Die WEP ist für uns ein verlässlicher und stabiler Partner“, lobt Bürgermeister Köppl die Zusammenarbeit mit der Kreisgesellschaft, die sich schon seit Jahrzehnten bewährt habe und mit der Vorgänger-Gesellschaft W & A des Kreises Pinneberg ihren Anfang nahm. „Für die Stadt Quickborn war die bisherige Kooperation mit der WEP in mehrfacher Hinsicht sehr lukrativ“, sagt Schroers. „Denn ohne eigene Kostenbeteiligung und ohne jedwedes wirtschaftliches Risiko erhielt die Stadt ein neues Stadtquartier mit Gewerbebetrieben, zusätzlichen Arbeitsplätzen und millionenschweren Einnahmen aus Einkommens- und Gewerbesteuer.“

Der Verkauf der Flächen, der 2018 beginnen soll, werde weit schneller über die Bühne gehen als zuvor in den Zehn-Jahres-Rhythmen ist Bürgermeister Köppl überzeugt. Denn der Bedarf vieler Unternehmen nach Erweiterung oder Neuansiedlung übersteige inzwischen bei weitem das Angebot. So verfügte die WEP vor dem Anlauf in Quickborn nur noch über etwa zehn Hektar Gewerbeflächen in Elmshorn, Tornesch, Heede und Klein Offenseth-Sparrieshoop, sagt Schroers. Insofern sei es höchste Zeit für den Wirtschaftsstandort Kreis Pinneberg, wieder neue Flächen für Betriebe zu erschließen. Der Kreis sei Schlusslicht in der Metropolregion Hamburg, was das Angebot an Gewerbeflächen angeht. Das neue Geschäftsmodell der WEP, bei dem die Kommunen wie jetzt auch in Quickborn mit 50,1 Prozent der Anteile bei der Gewerbeansiedlung das Sagen haben, sich daran aber auch erstmals finanziell beteiligen müssen, soll helfen, die Misere zu beenden.