Pinneberg
Kummerfeld/Elmshorn

Kummerfelds Altenheim wird Ende März 2017 geschlossen

Kummerfeld/Elmshorn. Das Aus für das Pflegezentrum in Kummerfeld ist jetzt beschlossene Sache. Die Geschäftsführung der Regio Kliniken als Betreiber sowie der Betriebsrat haben sich am Mittwoch auf eine Schließung der Einrichtung zum 31. März 2017 verständigt. Das teilte der Sprecher der Klinikgruppe, Sebastian Kimstädt, am Mittwochabend mit. Zu diesem Zeitpunkt werden die Heimverträge mit den 100 verbliebenen Bewohnern gekündigt.

„Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Einrichtung, dem hohen Sanierungsbedarf und der schlechten wirtschaftlichen Prognose hätte ein weiterer Betrieb des Heimes nicht nur die Pflegeheimsparte, sondern auch die Zukunftsfähigkeit der Regio Kliniken gefährdet“, so die Geschäftsführerin Angela Bartels. Daher sei dieser Schritt alternativlos. Laut Bartels werden die Regio Kliniken die Heimbewohner bei der Suche nach neuen Heimplätzen selbstverständlich unterstützen.

Einen neuen Job müssen sich auch die 60 Mitarbeiter suchen. Für sie wurde ein Sozialplan sowie ein Interessenausgleich vereinbart. Unter anderem sind eine Transfergesellschaft, Abfindungszahlungen sowie die Schaffung eines Härtefallfonds geplant.

Die Pflegeheimsparte der Klinikgruppe, zu der neben der Einrichtung in Kummerfeld auch das Haus Elbmarsch in Elmshorn gehört, drückt ein jährliches Defizit von 1,2 Millionen Euro. In absehbarer Zeit wird sich dieses laut Prognose der Geschäftsführung verdoppeln. Bartels spricht von überdurchschnittlich hohen Personalkosten und einem hohen Investitionsbedarf, beides könne nicht über die Heimentgelte gedeckt werden.

Ob das Haus Elbmarsch eine Zukunft hat, soll in weiteren Gesprächen geklärt werden. Laut Bartels gibt es Chancen für einen Erhalt, wenn es dort „nachhaltige Veränderungen in der Kostenstruktur“ gebe.