Pinneberg
Kreis Pinneberg

Reflektoren sorgen für weniger Wildunfälle

Die Zahl der Wildunfälle im Kreis Pinneberg hat abgenommen

Die Zahl der Wildunfälle im Kreis Pinneberg hat abgenommen

Foto: Fredrik Von Erichsen / dpa

Fast alle Kreisstraßen sind mittlerweile mit den blauen Reflektoren ausgerüstet. Jäger zeigen sich zufrieden mit der Wirkung.

Kreis Pinneberg.  Die Zahl der Wildunfälle ist landesweit rückläufig, teilt der Landesjagdverband aus Flintbek bei Kiel mit. So sei die Zahl der Unfälle in Schleswig-Holstein mit Rehen, Rothirschen und Wildschweinen seit dem Jahr 2005 von 15.841 auf 11.790 Unfälle in 2015 zurückgegangen.

Für diese positive Entwicklung macht Pinnebergs Kreisjägermeister Wolfgang Heins, der zugleich Präsident des Landesjagdverbandes ist, die blauen Reflektoren an den Fahrbahnbegrenzungspfählen verantwortlich, von denen inzwischen landesweit 50.000 Stück angebracht seien. „Diesen enormen Rückgang kann sich die Jägerschaft auf die Fahnen schreiben. Wir haben landesweit an unfallträchtigen Straßen blaue Reflektoren an die Leitpfosten montiert und konsequent an Unfallschwerpunkten Rehwild bejagt“, so Heins. Die blaue Farbe der Reflektoren nähmen die Tiere in der Dämmerung, wenn Autoscheinwerfer sie beleuchten, als Gefahr wahr und hielten sich so von der Straße fern, erläutert der Jägerchef.

Im Kreis Pinneberg seien jetzt fast alle Kreisstraßen damit ausgerüstet und die entsprechenden Anfragen von acht Jagdgemeinschaften genehmigt worden, sagt Kreissprecher Oliver Carstens. Bis auf die K 5 in Bönningstedt, wo sich ein Disput zwischen Verwaltung und dem Jagdpächter entwickelt hat. Der will nicht dafür haftbar gemacht werden, falls die Leitpfosten beschädigt würden, was aber für die Genehmigung durch den Kreis obligatorisch wäre.