Pinneberg

Muss das alte Bauwerk über der Pinnau weichen?

Pinneberg. „Eines der wenigen noch erhaltenen Zeugnisse der Geschichte im Pinneberger Stadtbild“ ist die Schüttenbergbrücke für Monika und Ingo Worm. Um die denkmalgeschützte Brücke über die Pinnau im Verlauf der Bismarckstraße zu erhalten, hat das Ehepaar eine Unterschriftenaktion initiiert. Die Liste mit 55 Unterschriften ist bei einem Vor-Ort-Termin an Bürgermeisterin Urte Steinberg übergeben worden.

Aufgerüttelt hat das Ehepaar ein Blick in den Pinneberger Etat. Die Stadt hat für das Jahr 2019 1,1 Millionen Euro für den Abriss und den Neubau der Brücke vorgesehen. Erbaut wurde die Brücke 1914 von Klaus Groth, dessen Tochter Wiebke Rudolph ebenfalls zu dem Termin gekommen war. Sie berichtet, dass die Brücke 1993 nach statischen Berechnungen für den Autoverkehr verstärkt worden war.

Die Bürgermeisterin verweist auf die alle sechs Jahre anstehende Brückenprüfung durch den TÜV. Im Herbst 2016 nehmen die Experten die Schüttenbergbrücke wieder unter die Lupe. Von ihrem Votum hängt das weitere Vorgehen ab, sagte Urte Steinberg. Sie persönlich ist für ein Erhalt der Brücke.

Monika und Ingo Worm haben mit ihrer Unterschriftenliste konkrete Vorschläge zur zukünftigen Nutzung des Bauwerkes gemacht. Die 55 Unterzeichner sprechen sich dafür aus, den Durchgangsverkehr zu stoppen und nur noch Fußgänger und Radfahrer über die Brücke zu lassen. „Dann hält sie noch viele Jahre, und Pinneberg spart Geld“, steht für das Ehepaar fest.

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