Pinneberg
Bürgermeisterwahl

Hein Gottfried Fischer will fit bleiben

Hein Gottfried Fischer will Bürgermeister von Halstenbek werden

Hein Gottfried Fischer will Bürgermeister von Halstenbek werden

Foto: Andreas Daebeler / HA

Am 11. September wird in Halstenbek gewählt. Abendblatt stellt die drei Bürgermeister-Kandidaten vor. Hier: Hein Gottfried Fischer.

Halstenbek.  Er ist gekommen, um Spaß zu haben. Und um fit zu bleiben. „So ein Wahlkampf hält mich jung“, sagt Hein Gottfried Fischer, Dritter im Bewerberbunde. Er ist der etwas andere Kandidat. Auf klassische Elemente des Stimmenfangs verzichtet der 73-Jährige völlig. Von ihm gibt es keine Plakate, keine Flyer. Fischer stellt sich lieber an den Bahnhof oder an die Straße, winkt Passanten und Autofahrern freundlich zu. Der 73-Jährige ist Mitglied der Grünen, deren Halstenbeker Ortsverein ihm jedoch die Unterstützung versagt.

Der zweifache Vater, der in der Nähe von Aachen allein lebt, ist gern am Start, wenn es um Bürgermeisterposten geht. In zwei weiteren Orten in Nordrhein-Westfalen hat er bereits kandidiert. 2014 in Gangelt, in Selfkant ein Jahr später. 2,6 Prozent gaben Fischer dort ihre Stimme. Diese magere Ausbeute hat ihn offenkundig nicht abgehalten, in Halstenbek einen nächsten Anlauf zu nehmen.

Nachdem Fischer die öffentlichen Kandidatenvorstellungen der Gemeinde zunächst abgesagt hatte, trat er letztlich doch aufs Podium. Für seine Äußerungen erntete er Lacher, aber auch genervte Reaktionen. Wenn er gewählt wird, will er sich dafür einsetzen, dass das nahe Atomkraftwerk Brokdorf abgeschaltet wird. Er wünsche sich „ein Schwimmbad, ein Kino und ein Tanzlokal“ für die Gemeinde, deren Bürgermeister er so gern wäre.