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Elmshorn

Demonstration gegen die Heim-Schließungen

Die Regio Kliniken wollen ihre beiden Altenheime in Kummerfeld (Foto) und Elmshorn schließen

Die Regio Kliniken wollen ihre beiden Altenheime in Kummerfeld (Foto) und Elmshorn schließen

Foto: Burkhard Fuchs

Regio-Pflegeeinrichtungen vor dem Aus: Kann eines der beiden Häuser gerettet werden? Gewerkschaft Verdi ruft zu Kundgebung auf.

Elmshorn.  Mit einer Kundgebung am Freitag vor Beginn der Sozialplanverhandlungen wollen der Betriebsrat und die Gewerkschaft Verdi versuchen, die drohende Schließung der Regio-Altenheime in Elmshorn und Kummerfeld abzuwenden. „Wir wollen dazu auch die Angehörigen der 250 betroffenen Bewohner sowie die mobilen Bewohner der Heime aufrufen“, kündigt Verdi-Sekretärin Heike Maser-Festersen an. Die Kundgebung beginnt um 8.45 Uhr vor dem Dienstleistungszentrum im Ramskamp 71–75, wo die Geschäftsführung der Regio Kliniken sitzt.

Diese hatte in der vorigen Woche die Schließung beider Heime zum 30. Juni nächsten Jahres angekündigt. Der Betreiber Regio, der zu 75 Prozent dem Sana-Konzern gehört, sei nicht mehr bereit, den jährlichen Verlust von 1,2 Millionen Euro auszugleichen. Um 9 Uhr beginnen deshalb am Freitag die Verhandlungen über den Sozialplan für die Beschäftigten. Gleichwohl hoffen Verdi und Betriebsrat, dass zumindest das Haus Elbmarsch in Elmshorn mit 90 Mitarbeitern erhalten werden könnte, indem die Beschäftigten auf fünf Prozent ihres Einkommens verzichteten. Das Regio-Management forderte dagegen einen Gehaltsverzicht von 15 Prozent und flexible Mehrarbeit.

„Wir werden am Freitag Sana den Marsch blasen und die Beschäftigten lautstark ihren Unmut über das Verhalten des Arbeitgebers zum Ausdruck bringen“, kündigt die Gewerkschaftssekretärin an. „Diese folgenschwere Entscheidung wird das Sozialgefüge der Pflegebedürftigen komplett zerstören und massive psychische Folgen für sie haben.“ Zusätzlich sammelt Verdi Unterschriften gegen die Schließung. Bewohner und Heimbeirat haben ebenfalls protestiert.

Rückendeckung erhält der Betriebsrat von der CDU-Kreistagsfraktion. „Wir halten es für dringend erforderlich, die Anzahl von bestehenden Pflegeplätzen im Kreis zu erhalten“, fordert der Abgeordnete Christian Saborowski. Alle Beteiligten sollten „gemeinsam nach einer praktikablen Lösung suchen“.