Pinneberg
Rellingen/Halstenbek

A 23: Der Asphalt muss griffiger werden

Auch nach dem Abschluss der Sanierungen der A 23 gilt im Bereich Rellingen und Halstenbek weiterhin Tempo 80

Auch nach dem Abschluss der Sanierungen der A 23 gilt im Bereich Rellingen und Halstenbek weiterhin Tempo 80

Foto: Rene Priebe / dpa

Fahrbahn wieder frei und trotzdem keine freie Fahrt: auf der A 23 gilt weiterhin Tempo 80. Warum auch vor Schleudergefahr gewarnt wird.

Rellingen/Halstenbek.  Der Verkehr mag wieder reibungslos rollen auf der Autobahn 23, die nach vierwöchiger Sanierung der Richtungsfahrbahn Hamburg im Bereich Rellingen und Halstenbek fast zwei Wochen schneller für den Verkehr freigegeben werden konnte als geplant. „Freie Fahrt“ – was dort ohnehin nur Tempo 100 bedeutet – gilt trotzdem noch nicht. Stattdessen bremsen die elektronischen Geschwindigkeitsanzeigen die Autofahrer auf 80 Kilometer pro Stunde ab. Und warnen außerdem vor Schleudergefahr.

„Das ist völlig normal“, sagte Kay-Uwe Schacht, Leiter des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr in Itzehoe, auf Anfrage. Der neue Asphalt habe seine endgültige Griffigkeit noch nicht erreicht. Schacht erklärt: „Asphalt besteht ja aus Gestein, das mit Bindemittel miteinander verklebt ist.“ Ein leichter Bindemittelfilm sei auch noch oben auf der Fahrbahnoberfläche. „Der muss jetzt erst mal abgefahren werden.“

Seine Mitarbeiter rechneten damit, dass die reduzierte Geschwindigkeit noch für etwa drei Wochen gelten werde. „Danach werden sie eine sogenannte Griffigkeitsmessung machen, anschließend sehen wir weiter.“ Sicher sei, dass die Fahrbahnoberfläche schneller rau werden werde als die herkömmlicher Asphaltschichten: Auf dem gut vier Kilometer langen Abschnitt ist sogenannter offenporiger Asphalt verwendet worden, im Volksmund auch als Flüsterasphalt bezeichnet. „Bei einer geschlossenen Oberfläche dauert das deutlich länger“, sagt Schacht, der mit dem Verlauf der Arbeiten sehr zufrieden ist.