Pinneberg
Pinneberg

Das Summerjazz-Festival startet am Donnerstag

Die Hot Reeds & Rhythm spielen am Donnerstagabend ab 20.30 Uhr auf der Bühne am Fahltskamp

Die Hot Reeds & Rhythm spielen am Donnerstagabend ab 20.30 Uhr auf der Bühne am Fahltskamp

Foto: and / HA

Der Veranstalter rechnet mit bis zu 30.000 Besuchern. Durch den Verkauf von Pins soll die Finanzierung des Festivals gesichert werden.

Pinneberg.  Der Lindenplatz gehört den Bläsern. Vom Fahltskamp klingen drei Akkorde herüber – eindeutig ein Bluesthema, ziemlich erdig. Ein paar Hundert Meter weiter, auf dem Drosteiplatz, wird derweil ein Bass gestimmt. Es ist Mitte August. Ein Wochenende, wie es die Musikfans lieben. Denn seit 21 Jahren wird Pinneberg zu Ende des Hochsommers zur Stadt der Töne. Das Summerjazz-Festival lockt Fans und Musiker aus ganz Deutschland an, diesmal von Donnerstag, 11. August, bis Sonntag, 14. August. Zu hören gibt es nicht nur Jazz – das Programm vereint Elemente verschiedener Stilrichtungen. Da wird dann auch mal leicht verdaulicher Pop serviert. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 30.000 Besuchern, die durch die Innenstadt swingen und tanzen.

Sechs in der Innenstadt verteilte Bühnen werden bespielt. Fans können sich auf 50 Konzerte freuen. Zudem sind für Freitag und Sonnabend Festivalnächte im Rathaus geplant. Wer beim Summerjazz musikalisch zum Zuge kommt, darüber entscheidet Günter Kleinschmidt. Er hat das Festival einst initiiert – und hat noch immer die Hosen an, wenn es um sein „Baby“ geht. Beraten wird Kleinschmidt seit Jahren vom Gitarristen und Sänger Tom Shaka, der zur lebendigen Hamburger Bluesszene gehört und im Kreis Pinneberg viele Fans hat.

Es sei nicht schwierig, Bands für ein Gastspiel in Pinneberg zu gewinnen, so Kleinschmidt während der alljährlichen Programmvorstellung. „Schwieriger ist es, aus den vielen Bewerbungen, die uns erreichen, die richtigen Künstler herauszusuchen.“ Zu den Hauptacts zählt in diesem Jahr die Farmersroad Bluesband, die mit Sängerin Jessica Born das Festival eröffnet. Los geht es auf der Bühne vor der Drostei am Donnerstag um 20 Uhr. Am Freitagabend gibt sich Caro Josée auf der Hauptbühne ab 20 Uhr die Ehre. „Sie gehörte zum festen Bestandteil der Hamburger Szene um Udo Lindenberg“, sagt Herbert Hoffmann, der seit Jahren im Summerjazz-Förderverein mitarbeitet. 2013 wurde die Künstlerin für ihr Album „Turning Point“ in der Kategorie Jazz als beste deutsche Sängerin mit einem Echo ausgezeichnet.

Richtig voll dürfte es werden, wenn Tom Shaka zur Gitarre greift und am Sonnabend gemeinsam mit dem Lokalpatrioten und Pianisten Mathias Schlechter loslegt. Ort des musikalischen Aufeinandertreffens wird ab 20.30 Uhr der Lindenplatz sein. Die Preisträger des Summerjazz, bei dem traditionell vielen Nachwuchskünstlern Raum gegeben wird, werden am Sonntag gegen 19 Uhr auf der Bühne vor der Drostei ausgezeichnet. Besonders am Herzen liegt den Veranstaltern der Verkauf der Summerjazz-Pins. Die Anstecker zum Preis von sechs Euro tragen entscheidend zur Finanzierung des für Musikfans kostenlosen Festivals bei. Auch wer T-Shirts, Sonnenbrillen und Feuerzeuge mit dem Logo kauft, sichert das Festival.

Der Donnerstag-Wochenmarkt am 11. August wird wegen des 21. Summerjazz-Festivals vom Drosteiplatz auf den städtischen Marktplatz an der Elmshorner Straße verlegt. Der Aufbau für das Festival beginnt bereits am heutigen Mittwoch, sodass der Drosteiplatz einschließlich der angrenzenden Fußgängerzone für den Markt nicht zur Verfügung steht.