Pinneberg
Wedel

Kraftwerk: Behörde nimmt doch eigene Proben

Das Heizkraftwerk Wedel hatte vor zwei Wochen Partikel ausgestoßen

Das Heizkraftwerk Wedel hatte vor zwei Wochen Partikel ausgestoßen

Foto: Marcus Brandt / dpa

Das Landesamt kommt damit der Forderung der Anwohner nach. Bislang hatte nur Vattenfall selbst die Partikel untersucht.

Wedel.  Knapp zwei Wochen ist es her, dass sich ein Partikelregen aus dem Wedeler Kraftwerk über die Nachbarschaft legte. Nun hat auch die für die Anlage zuständige Aufsichtsbehörde des Landes angekündigt, selbst Proben von den Partikeln nehmen zu wollen. Wie Kerstin Lueckow als Sprecherin der Bürgerinitiative „Stopp! Kein Megakraftwerk in Wedel“ am Montag erklärte, habe sich ein Mitarbeiter des Landesamts für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume angekündigt.

Damit kommt das Landesamt einer Forderung der Anwohner nach. Diese hatten kritisiert, dass das Landesamt die Untersuchung dem Kraftwerksbetreiber Vattenfall überlassen hatte – vor allem da erstmals die Partikel auch gelb-grünlich verfärbt gewesen waren.

Das Energieunternehmen gab derweil bekannt, dass es einen externen Gutachter mit der Bewertung der Laborergebnisse beauftragt hat. „Darüber werden wir nochmals ausführlich und in verständlicher Form informieren“, verspricht Vattenfall-Sprecherin Barbara Meyer-Bukow. In die Modernisierung des alten Kraftwerks will Vattenfall 83,5 Millionen Euro investieren.