Halstenbek

Im Bahntunnel bleibt alles, wie es ist

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Arne Kolarczyk
Die Fahrbahn im Siebentunnel darf nicht verengt, Geh- und Radweg also nicht verbreitert werden

Die Fahrbahn im Siebentunnel darf nicht verengt, Geh- und Radweg also nicht verbreitert werden

Foto: Arne Kolarczyk / HA

Kreis lehnt eine Verengung der Fahrbahn in der Unterführung am Siebentunnelweg ab. Geplant war, Rad- und Gehweg zu verbreitern.

Halstenbek.  Der Kreis Pinneberg als Straßenverkehrsbehörde hat ein Veto eingelegt: Die von Halstenbeks Kommunalpolitikern gewünschte Fahrbahnverengung in der Bahnunterführung am Siebentunnelweg wird es nicht geben. Der Gemeinderat hatte Ende Juni beschlossen, die Fahrbahn so eng wie möglich und den Gehweg in der Unterführung so breit wie möglich zu bauen.

„Ein Termin mit der Verkehrsaufsicht beim Kreis hat jetzt ergeben, dass die bisherige Fahrbahnbreite von 3,50 Meter nicht unterschritten werden darf“, sagt Bauamtsleiterin Gisela Sinz-König. Damit bleibe auch die Gehwegbreite, die aktuell 2,50 Meter beträgt, unverändert. „Eine Verbreiterung des Tunnels ist unrealistisch.“ Die Entscheidung des Kreises beruhe darauf, dass künftig die Radfahrer die Fahrbahn nutzen sollen. Der Verkehr fließe in der 120 Meter langen Unterführung einspurig und werde von einer Ampel geregelt. Falls sehr langsam fahrende Radler den Tunnel nicht innerhalb der Grünphase passieren und ihnen Fahrzeuge entgegenkommen, müsse die Fahrbahn diese Breite aufweisen, damit es nicht zu Unfällen komme.

Seit Mai ist der Tunnel, im Volksmund wegen der einstmals düsteren Atmosphäre auch „Angströhre“ genannt, gesperrt. Einen Monat lang sollten marode Gasleitungen ausgetauscht werden. Dabei offenbarten sich schwere Schäden an der Regenwasserleitung. Die zu beheben dauert nun bis Ende August. Aufgrund der nunmehr längeren Bauzeit hatte die Politik angeregt, Verbesserungen für die Nutzer mit umzusetzen.

„Wir gehen davon aus, die Arbeiten wie geplant Ende August abschließen zu können“, so Sinz-König. Der Tunnel erhalte einen neuen Anstrich und eine verbesserte Beleuchtung. Das Geländer, das den bisherigen Geh- und Radweg und die Fahrbahn trennte, entfällt künftig. Radler fahren auf der Fahrbahn, Kinder bis zehn Jahre inklusive Begleitperson dürfen auf dem Gehweg radeln. Auch die Ampel solle erneuert, die Ampelphase den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Neue, klar strukturierte Markierungen sollen laut Sinz-König das Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrsteilnehmer erleichtern.

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