Pinneberg
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Die Kreisstadt will das Flüchtlingsdorf

Nahe Prisdorf könnten bald bis zu 100 Geflüchtete eine neue Heimat finden

Nahe Prisdorf könnten bald bis zu 100 Geflüchtete eine neue Heimat finden

Foto: Harald Tittel / dpa

Pläne sehen vor, an der Prisdorfer Straße Häuser zu errichten. Bis zu 100 Geflüchtete könnten in dem Gebäudekomplex Unterkunft finden.

Pinneberg.  Im Norden Pinnebergs soll ein Flüchtlingsdorf entstehen. Bis zu 100 Asylbewerber könnten in einem geplanten Gebäudeensemble an der Prisdorfer Straße ein neues Zuhause finden. Die Mitglieder des Sozialausschusses haben nach Abendblatt-Informationen mehrheitlich Zustimmung signalisiert. Das Projekt war in vertraulicher Sitzung beraten worden. Finanzausschuss und Stadtrat sind noch gefragt.

Hintergrund ist, wie berichtet, die Offerte einer privaten Investorin, der das betreffende Grundstück an der Prisdorfer Straße gehört. Sie plant, dort mehrere Wohnhäuser zu bauen und anschließend rund 2300 Quadratmeter Nutzfläche für etwa zehn Euro pro Quadratmeter an die Stadt zu vermieten. Auf dem Grundstück, das in unmittelbarer Nähe der Grenze zu Prisdorf liegt, sollen drei Doppelhäuser und ein Gebäude für vier Parteien hochgezogen werden. Entstehen würden so zehn abgeschlossene Wohneinheiten mit 220 bis 250 Quadratmetern Größe, in die jeweils bis zu zehn Flüchtlinge ziehen könnten. Das Mietverhältnis zwischen Investorin und Stadt würde für eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen, die Stadt hätte anschließend die Option, um sechs Jahre zu verlängern. Die Bauherrin soll zugesagt haben, das Objekt binnen vier Monaten bezugsfertig zu haben. Nicht weit entfernt, an der Müssentwiete, entsteht ein Schlichtbau für bis zu 36 Asylbewerber, der in Kürze bezogen werden soll. Bis zum abschließenden Votum des Stadtrats soll die Verwaltung offene Fragen nach möglicher Folgenutzung sowie der Bonität der Investorin beantworten.