Pinneberg
Westerhorn

Gemeinde will alten Bahnhof doch erhalten

Investor Kay Sierk (v.l.)mit Dr. Holger Reimers, Bau- und Kunsthistoriker aus Dauenhof

Investor Kay Sierk (v.l.)mit Dr. Holger Reimers, Bau- und Kunsthistoriker aus Dauenhof

Foto: Sarah Stolten

Westerhorn unterstützt Pläne des Investors. Abgeordneter Lehnert soll mit der Bahn über den Erhalt des Bahnhofs Dauenhof verhandeln.

Westerhorn.  In einem einmütigen Beschluss hat sich der Bauausschuss der Westerhorns jetzt für das Konzept von Kay Sierk ausgesprochen, den rund 170 Jahre alten Bahnhof Dauenhof zu erhalten. „Wir stehen hinter seiner Idee, in dem alten Bahnhof einen Landhandel einzurichten“, sagt Westerhorns Bürgermeister Bernd Reimers. „Aber wir werden das nicht finanziell unterstützen“, betont er im Namen der freien Wählergemeinschaft Westerhorns und der CDU, die diesen Beschluss am Mittwochabend einstimmig gefasst haben.

Wie berichtet, plant der ortsansässige Unternehmer Sierk, dem bereits das benachbarte Grundstück gehört, in dem historischen Gebäude ein grünes Warenhaus mit Friseursalon, Eisdiele und Fahrradwerkstatt zu eröffnen. Dafür will er den alten Bahnhof kaufen, der seit Jahren ungenutzt ist, weil er für die Deutsche Bahn keinen Zweck mehr erfülle, wie Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis dem Abendblatt sagte. Darum will die Deutsche Bahn ihn abreißen lassen.

Auch die Gemeinde hatte sich lange für den Abriss ausgesprochen, sagt Bürgermeister Reimers. „Für uns stellte der Bahnhof lange einen Schandfleck dar.“ Das Gebäude sollte Park-and-Ride-Plätzen weichen. Bisher habe eine Perspektive gefehlt, wie er erhalten werden könnte, erläutert Reimers. Mit dem jetzt von Kay Sierk vorgelegten Konzept sei das anders. „Das Bessere ist der Feind des Guten“, sagte auf der Sitzung des Bauausschusses der Vorsitzende Harry Unger. Dadurch, dass der Unternehmer in die alte Bausubstanz investieren wolle, könnte für die Gemeinde wieder ein attraktiver Anziehungspunkt in der Ortsmitte geschaffen werden. „Das ist eine bisher nicht dagewesene Chance, die wir nach Kräften unterstützen wollen.“

Allerdings muss nun auch die Deutsche Bahn davon überzeugt werden. Darum möchte die Gemeinde jetzt den für sie zuständigen CDU-Landtagsabgeordneten Peter Lehnert einschalten, um die Gespräche mit dem Unternehmen zu moderieren. Aus Sicht des Investors dürfte nichts dagegen sprechen, da das Gebäude den Bahnbetrieb nicht behindern würde, weil es ausreichend von den Gleisen entfernt stehe.