Pinneberg
Wedel

Bauhof kämpft gegen illegale Müllentsorgung

Andreas Mehlen (l.) und Hidir Berk vom Bauhof Wedel

Andreas Mehlen (l.) und Hidir Berk vom Bauhof Wedel

Foto: Amber Schärfe / HA

Verbotene Müllentsorgung wird zur Problematik für das Team im Bauhof Wedel trotz neuer Maßnahmen gegen Umweltverschmutzung.

Wedel.  Die illegale Entsorgung von Sperrmüll auf Wedeler Straßen wird zum besonderen Ärgernis für den Bauhof. Trotz eines verbesserten Services des Bauhofes wird es immer dreckiger. Mitarbeiter Peter Rohr erzählt: „Am Grenzweg ist es besonders schlimm.“ Er ist für die Sauberkeit auf den Straßen zuständig und kontrolliert sie mehrmals in der Woche. Durch die wachsende Verunreinigung durch Abfall hat Peter Rohr nun noch mehr zu tun, und es scheint kein Ende zu nehmen.

Dabei ist der Sperrmüll nicht das einzige Problem: Auch die unerlaubte Entsorgung des Hausmülls in Wedel nimmt zu, sagt Bauhofleiter Sönke Ferch. Immer wieder finden Peter Rohr und seine Kollegen in den 433 Papierkörben der Stadt Hausmüll. „Immer häufiger entsorgen die Leute ihren Hausmüll in den Papierkörben“, so der Bauhofleiter. Ein Vergehen, das sogar mit einem Bußgeld geahndet werden kann.

Peter Rohr macht seine „Straßentour“ neuerdings mit einem Fahrzeug, dessen Lenkrad auf der rechten Seite ist. Das erspart den Umweg ums Auto zu den Müllbehältern und somit Zeit.

Bei gutem Wetter müssen Sönke Ferchs Mitarbeiter selbst am Sonntag an manche Orte wie Elbwanderweg, Strandbad oder Bahnhofstraße ausrücken – weil die Besucher auch hier, etwa nach dem Grillen, Müll zurücklassen. Der gern besuchte Strandweg ist dementsprechend im Sommer ein häufiges Ziel des Teams „Sauberkeit auf Wedels Straßen“.

Das Team ist außerdem zuständig für die sogenannten Dogstationen. Von den hat die Stadt 22 eingerichtet. Dort können sich Hundehalter kostenlos biologisch abbaubare Kotbeutel nehmen. Hundebesitzer sind für die Beseitigung des Hundekots selbst verantwortlich. Jedes Jahr werden mehr als 200.000 Tüten verteilt. Das kostenlose Angebot der Stadt wird auch gut angenommen, allerdings werfen dann einige Hundebesitzer die vollen Beutel achtlos in die Gegend.

Beim Heckeschneiden stehen die Mitarbeiter des Bauhofs dann selbst oft in den „Tretminen“. Die Verschmutzung der Straßen in Wedel durch Hundekot ist ungeachtet aller Bemühungen „ein Fass ohne Boden“, so Sönke Ferch. „Es gibt auch Menschen, die mitdenken und den Kollegen die Arbeit erleichtern“, sagt er. „Wir freuen uns, wenn es zum Beispiel an besonders belebten Tagen zugeknotete Mülltüten neben den vollen Behältern stehen.“ So blieben auch die Strände und andere öffentliche Flächen sauber. (hspas)