Wedel

Fahrradfahrer bekommen einen Schutzstreifen

Elvira Nickmann
Solche Bilder sollen in der Wedeler Bahnhofstraße bald der Vergangenheit angehören

Solche Bilder sollen in der Wedeler Bahnhofstraße bald der Vergangenheit angehören

Foto: Alexander Heinl / dpa

Entlang der Bahnhofstraße soll der sichere Bereich für Radler eingerichtet werden. Die Kosten belaufen sich auf etwa 7000 Euro.

Wedel.  Die Bahnhofstraße in Wedel bekommt auf der westlichen Straßenseite einen Schutzstreifen für Fahrradfahrer. Mit den Arbeiten werde eine Markierungsfirma beauftragt, sagt Birgit Woywod vom Fachdienst Bauverwaltung im Rathaus. „Das wird jetzt kurzfristig erfolgen.“ Der Termin werde mit dem ÖPNV abgestimmt, da auch Linienbusse durch die Bahnhofstraße fahren. „Wir schauen, ob das an einem Sonnabend gemacht werden kann“, sagt Woywod.

Rund 7000 Euro veranschlagt die Stadtverwaltung für die Maßnahme, die vom Jugendbeirat mit Unterstützung des ADFC initiiert wurde. Der „Fahrradangebotsstreifen“, so der etwas sperrige Fachjargon, solle dazu beitragen, dass Radler sicherer unterwegs sind, sagt Jürgen Brix, Leiter der Verkehrsaufsicht. Vorsicht ist künftig dennoch geboten, da diese neue Fahrspur an den Fahrbahnverengungen durch Blumeninseln jeweils zu Ende sein wird und den Fahrradfahrern nichts anderes übrig bleibt, als sich an diesen Stellen weiter links in den Autoverkehr einzuordnen.

Rainer Hagendorf vom ADFC sieht darin kein Problem. „Ich muss mich eben der jeweiligen Straßenbreite anpassen“, sagt er. Der Schutzstreifen solle den Autofahrern zeigen, dass hier Platz für Radler sei, und diese von dem Fehlverhalten abbringen, den Radweg auf der anderen Straßenseite in Richtung des Bahnhofs entgegen der Fahrtrichtung zu benutzen. Dies ist laut Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt.

Fahrradfahrer, die gegen diese Regel verstoßen, sind als Geisterfahrer unterwegs. Wer dabei von der Polizei erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 20 Euro aufwärts rechnen.

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