Pinneberg
Großprojekt

Wedeler Rat macht den Weg frei für Hotelplanungen

So sieht der erste Entwurf für das Hotel Hafen Wedel der Familie Hesse aus Hamburg aus

So sieht der erste Entwurf für das Hotel Hafen Wedel der Familie Hesse aus Hamburg aus

Foto: Architekt Rainer Schwarz / HA

Beschluss zum Bebauungsplan für den Schulauer Hafen fällt einstimmig. FDP und WSI äußern aber Kritik insbesondere am Standort.

Wedel.  Der Rat der Stadt Wedel hat auf seiner Sitzung gestern Abend einstimmig den Aufstellungsbeschluss für den geänderten Bebauungsplan 20a „Schulauer Hafen“ mit der Hotelplanung abgesegnet. Eine Zustimmung galt als sicher – dennoch gab es Kritik an dem Vorhaben.

FDP und WSI kündigten Zustimmung an, dennoch müsse die Frage gestellt werden, ob der Standort wirklich der richtige sei. Die FDP ist für weitere Gutachten. Für Olaf Wuttke (Grüne) unnötig: „Die FDP hätte gern zu allem ein Gutachten, mit diesem Wunsch kommt sie aber zu spät. Wir sind froh, dass das Hotel dort hinkommt und nicht woanders“, sagte Wuttke. Der Standort sei goldrichtig, eine Planung auf der Landschaftsschutzseite, die einzige Alternative, sei ohnehin für die Grünen nicht tragbar. Michael Schernikau (CDU) lobte das bisherige Vorgehen der Parteien und in den Ausschüssen. Dennoch stehe die Stadt erst am Anfang, um dem Ganzen „einen Namen und eine Zahl“ geben zu können.

Mit der Entscheidung des Rates kann die Hamburger Investorenfamilie Hesse mit den konkreten Planungen für ein neues Hotel am Schulauer Hafen beginnen. Den Mittelpunkt des Millionenprojektes stellt ein markanter sechsgeschossiger Rundturm mit Platz für 100 Doppelzimmer dar. Dieser, sowie eine Tiefgarage und ein kleinerer Ladenkomplex sollen zuerst entstehen. In einem zweiten Bauabschnitt könnten zusätzlich dreigeschossige Bauten mit weiteren Hotelzimmern entstehen. Stadt und Investor rechnen mit etwa 30 neuen Arbeitsplätzen, die langfristig geschaffen würden. Dafür gäbe es Fördergeld von der EU. Sollte der Hotelbetrieb nicht wirtschaftlich sein, könnte eine Rückzahlung der Zuschüsse drohen.