Pinneberg
Bildung

Volkshochschule Schenefeld muss umziehen

Die VHS-Leiterin Ramona Knust (l.) und ihre Mitarbeiterin Patricia Krüger vor dem neuen Domizil

Die VHS-Leiterin Ramona Knust (l.) und ihre Mitarbeiterin Patricia Krüger vor dem neuen Domizil

Foto: Arne Kolarczyk / HA

Bereits zum neuen Semester im September residiert die Einrichtung am Osterbrooksweg. Umbau des Bürogebäudes wird zur Zitterpartie.

Schenefeld.  Im Bürgerzentrum direkt gegenüber dem Rathaus soll die Volkshochschule Schenefeld im Herzen der Stadt ein neues Domizil finden. Das ist der zentrale Punkt der Stadtkernplanung. Doch lange bevor dieses Zukunftsprojekt Realität wird und die VHS dort einziehen kann, steht für die Einrichtung in der Gegenwart ein anderer Umzug an: Bereits zum neuen Semester im September findet der Unterricht in einem ehemaligen Bürogebäude im Osterbrooksweg 36 statt.

„Uns war klar, dass wir im Frühjahr 2017 unser bisheriges Unterrichtsgebäude räumen müssen. Dass es jetzt deutlich schneller gehen muss, hat uns auch überrascht“, sagt VHS-Geschäftsführerin Ramona Knust. Seit 2007 hatte die Einrichtung in der ehemaligen Schülerschule an der Blankeneser Chaussee eine Heimat gefunden, zuvor waren die Kurse in mehreren Schulen der Stadt abgehalten worden.

Bereits zum Herbstsemester 2015 musste die VHS zwei Unterrichtsräume an die im selben Gebäude beheimatete Grundschule Altgemeinde abgeben. Jetzt benötigt die Schule weitere Räume für die nachschulische Betreuung, sodass für die VHS kein Platz mehr ist. „Wir haben mehrere Alternativen geprüft. Das ehemalige Bürogebäude am Osterbrooksweg erschien uns am besten geeignet“, so Knust.

Die Stadt hatte Ende 2015 den ehemaligen Mitarbeiterparkplatz der Spar-Zentrale erworben und auf einem Teilbereich Container für Asylbewerber aufgestellt. Als Beigabe zum Grundstückskauf erhielt die Stadt das Bürogebäude dazu. Einige Etagen sind vermietet, andere stehen leer. Die VHS soll einen Flügel im Erdgeschoss und die gesamte erste Etage erhalten. „Noch sind dort lauter kleine Büros, teilweise hängen noch Namenschilder an den Türen“, berichtete die Leiterin. Vorige Woche sei die erste Begehung mit einem Architekten gewesen, der den Umbau koordinieren soll. „Natürlich sind wir etwas bange, dass nicht alles rechtzeitig fertig wird“, sagt Knust und spricht von einer Zitterpartie.

Das neue Semester beginnt am 12. September. Nach dem Ende der Sommerakademie – noch an der Blankeneser Chaussee – muss in der letzten Augustwoche das Mobiliar zum neuen Standort transportiert werden. Damit bis dahin dort alles fertig ist, werden jetzt mit Hochdruck Firmen für den Umbau gesucht. Wände müssen herausgenommen und versetzt, die Elektrik muss angepasst werden. „Grundsätzlich sind die Räume und die sanitären Anlagen in einem sehr guten Zustand“, sagt Knust.

Das neue Unterrichtsgebäude biete viele Vorteile. Es liege relativ zentral, verfüge über eine Bushaltestelle direkt vor der Tür – und habe im Unterschied zur Blankeneser Chaussee einen riesigen Parkplatz. Auch die Akustik sei für Sprachkurse deutlich besser geeignet. Zudem verfügt das Gebäude über einen Fahrstuhl, sodass nun eine Barrierefreiheit für alle Kurse gegeben ist. Außerdem stehen voraussichtlich mehr Räume als bisher zur Verfügung.

Die VHS bietet etwa 300 Kurse pro Semester an, die von 4500 Schülern besucht werden. Etwa 100 Dozenten sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Die Dozenten wurden bereits schriftlich über den Umzug informiert. Auch im Programmheft, das kurz vor der Fertigstellung ist, wird darauf hingewiesen. Weil der Umbau noch nicht einmal begonnen hat, können jedoch keine Raumnummern für die Kurse im neuen Gebäude angegeben werden.