Pinneberg
Wedel

Neue Rettungswache offiziell eingeweiht

Schlüsselübergabe: Wachenleiter Hans Marx erhielt von RKiSH-Geschäftsführer Michael Reis, der Geschäftsführerin der Regio Kliniken, Angela Bartels und dem Architekten Thies Brehmer (v.l.) den Schlüssel für die neue Wache überreicht

Schlüsselübergabe: Wachenleiter Hans Marx erhielt von RKiSH-Geschäftsführer Michael Reis, der Geschäftsführerin der Regio Kliniken, Angela Bartels und dem Architekten Thies Brehmer (v.l.) den Schlüssel für die neue Wache überreicht

Foto: Sebastian Kimstädt / HA

Regio Kliniken haben 1,5 Millionen Euro in Gebäude am Krankenhaus investiert, das den stark gestiegenen Einsatzzahlen Rechnung trägt.

Wedel.  Die Regio Kliniken haben die neue Rettungswache am Wedeler Krankenhaus an die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) gGmbH übergeben. Während einer Einweihungsfeier unterstrichen die beiden Geschäftsführer Angela Bartels und Michael Reis die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Regio Kliniken und Rettungsdienst.

Rund 1,5 Millionen Euro haben die Regio Kliniken in den Neubau der Wedeler Rettungswache investiert. Auf einem rund 2000 Quadratmeter großen Grundstück direkt neben dem Krankenhaus ist ein etwa 700 Quadratmeter großer Flachdachbau mit Aufenthalts-, Umkleide-, Ruhe- und Besprechungsräumen sowie großzügigen Lagermöglichkeiten entstanden. In der Fahrzeughalle finden acht Autos Platz. Zurzeit sind in den Garagen zwei Rettungswagen, ein Krankentransportwagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug untergestellt. Drei Reservefahrzeuge stehen auf weiteren Plätzen. Auf der achten Stellfläche werden Einsatzfahrzeuge gewaschen und desinfiziert.

„Wir haben eine moderne Wache erhalten, die den Ansprüchen an eine zeitgemäße rettungsdienstliche Versorgung absolut gerecht wird und die wir dank der leichten Modulbauweise auch schnell erweitern können, sollten die Einsatzzahlen hier in der Region weiter steigen“, sagt der Geschäftsführer der RKiSH, Michael Reis. Der Neubau war notwendig geworden, weil die Zahl der Einsätze für den Rettungsdienst in der Region Wedel seit Jahren steigt.

Belegschaft innerhalb von 20 Jahren verfünffacht

Versahen 1994 in der Rolandstadt noch acht Retter mit einem Fahrzeug ihren Dienst, rückten im vergangenen Jahr mehr als 40 Mitarbeiter mit drei Rettungs- und einem Notarztwagen zu 8650 Einsätzen aus. Die vor rund 20 Jahren an der Pinneberger Straße errichtete Wache war damit zu klein geworden. Ein Neubau musste her. Mit den Regio Kliniken fand die RKiSH einen Partner, der die Investitionskosten übernahm, die Wache zusammen mit der RKiSH plante und baute und das Gebäude jetzt langfristig an die Retter vermietet hat.

Den Vertrag über den Neubau hatten die Partner im März vergangenen Jahres unterschrieben. Fast auf den Tag genau ein Jahr später war die neue Wache fertig. Bereits am letzten Februar-Wochenende zogen die Retter von der Pinneberger Straße ans Krankenhaus und fahren seit dem 29. Februar von dort ihre Einsätze.

„Der Neubau der Wache auf dem Klinikgelände ist die optimale Lösung. Rettungsdienst und Krankenhaus profitieren bei der Zusammenarbeit von der räumlichen Nähe zueinander“, sagt die Geschäftsführerin der Regio Kliniken, Angela Bartels. „Grundsätzlich arbeiten wir mit der RKiSH auf den unterschiedlichsten Feldern gut und vertrauensvoll zusammen. Die gelungene Kooperation beim Neubau der Rettungswache unterstreicht diese tragfähige Partnerschaft.“

Das sieht auch Michael Reis so. Aus seiner Sicht hat diese Form der Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und Rettern Zukunft. Der Neubau einer Rettungswache in Uetersen ist mit den Regio Kliniken bereits vereinbart. In Itzehoe ist mit dem dortigen Krankenhaus bereits ein vergleichbares Projekt realisiert worden.

Mit der Investition in neue Wachen endet die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Regio Kliniken allerdings nicht. Bereits jetzt arbeiten die Retter bei der Besetzung der Notarzteinsatzfahrzeuge oder bei der Versorgung von Herzinfarkt-Patienten im Rahmen des Projektes FITT-STEMI zusammen. Darüber hinaus laden die Regio Kliniken Rettungsassistenten und Notärzte regelmäßig zu Fortbildungsveranstaltungen mit führenden Medizinern des Krankenhauses ein. Die nächste Veranstaltung dieser Art ist im Juli.