Pinneberg
Ausstellung

Länderwochen: Barmstedt feiert wie in Peru

Länderwochen-Initiatorin Karin Weißenbacher (v.r.) mit ihren peruanischen Gästen Lici Ramirez, Graciela Cuadros und Gycs M. Gordon

Länderwochen-Initiatorin Karin Weißenbacher (v.r.) mit ihren peruanischen Gästen Lici Ramirez, Graciela Cuadros und Gycs M. Gordon

Foto: Burkhard Fuchs

Länderwochen ab 28. Mai bis 24. Juli stellen den Staat in den Anden in den Fokus. Es gibt eine Fotoausstellung, Musik, Tanz und Essen.

Barmstedt.  Vor neun Jahren fing es mit Bulgarien an. Und nun lädt die Stadt Barmstedt zu ihren Länderwochen mit dem Schwerpunkt Peru ein. Vom 28. Mai an wird es Hochprozentiges an Kultur und Kulinarischem aus dem südamerikanischen Anden-Staat geben. Das Programm reicht von Kunstausstellungen, Musik und Tanz bis zu Bildervorträgen. All das soll Peru als Land der verborgenen Schätze zeigen. Auch ein gemütlicher Kochabend mit peruanischen Spezialitäten ist geplant – nicht ohne den so beliebten Pisco-Limetten-Cocktail. Das Getränk mag Genießer zumindest von der Stimmung her dem südamerikanischen Temperament dieses 30-Millionen-Einwohner-Landes näherbringt, das von der Fläche doppelt so groß wie Deutschland ist.

Die Austellung des peruanischen Fotografen Heinz Plenge im Hamburger Völkerkundemuseum, dessen Eltern von Hamburg nach Peru ausgewandert sind, habe sie auf die Idee mit den „Peru-Wochen“ in Barmstedt gebracht, erklärt Initiatorin Karin Weißenbacher ihre diesjährige Länderauswahl. Von Kanada bis Neuseeland, von Tibet bis China, von Brasilien bis Spanien hat sie bereits Kunst, Folklore und Kultur aus fremden Ländern in die ehemalige Schusterstadt geholt.

Außer der Ausstellung der Plenge-Fotografien aus Nord-Peru, die vom 15. Juni einen Monat lang im Rathaus zu sehen sein wird, gibt es am 27. Juni eine Entdeckungsreise für Kinder und Jugendliche, die gemeinsam mit der in Hamburg lebenden peruanischen Künstlerin Lici Ramirez malen können. Sie stellt bis zum 24. Juli ihre Bilder, Installationen und Grafiken im Galerie-Atelier III auf der Schlossinsel aus.

Ein Lichtbildervortrag von Angelina Arlinghaus von der deutsch-peruanischen Handelskammer nimmt die Zuhörer am 30. Juni auf Entdeckungsreise durch ein Land, das durch seine reichhaltige Inka-Kultur, seine vielfältige Flora und Fauna mit Pazifikküste, tropischem Regenwald und Hochgebirge und seine bewegte Geschichte fasziniert, wie Gycs M. Gordon vom Wirtschafts- und Handelsbüro Peru in Hamburg über sein Heimatland schwärmt. „Diese peruanischen Wochen in Barmstedt sind eine gute Gelegenheit, das doch noch relativ exotische Land Peru in Schleswig-Holstein bekannter zu machen“, sagt er.

Drei peruanische Staatsbürger sind in Barmstedt gemeldet. Eine von ihnen, Graciela Cuadros, die die Liebe vor neun Jahren nach Barmstedt verschlug und die heute an der Nordakademie unterrichtet, lädt für 16. Juli im Gemeindehaus in der Chemnitzstraße 26 zum Probieren der vielen kulinarischen Köstlichkeiten ihres Heimatlandes ein. „Wir werden gemeinsam verschiedene Spezialitäten kochen und essen“, kündigt sie diesen Abend an, den sie als „mucho gusto“ mit „sehr viel Geschmack“ bezeichnet. Da werden viele Gewürzen und blauer Mais im Spiel sein – und Kartoffeln: „Nur die wenigsten Leute hierzulande wissen, dass die Kartoffel ursprünglich aus Peru stammt.“

Die Peru-Länderwochen in Barmstedt werden am Sonnabend, 28. Mai, um 15 Uhr im Galerie-III-Atelier auf der Barmstedter Schlossinsel, Rantzau 11, mit der Austellung „Corazon Carnaval - Herz des Karneval“ eröffnet und laufen bis Ende Juli.