Pinneberg
Pinneberg

Bekommt die Kreisstadt mehr Bahnsteige?

Bürgermeisterin Urte Steinberg (v.l.), Kerstin Seifert, Ole Schröder und Carl-Eric Tudor

Bürgermeisterin Urte Steinberg (v.l.), Kerstin Seifert, Ole Schröder und Carl-Eric Tudor

Foto: Thomas Pöhlsen / HA

CDU-Bundestagsabgeordneter Ole Schröder wehrt sich gegen Kritik und macht neuen Vorschlag zur Verbesserung der Bahnanbindung

Pinneberg.  Ole Schröder wehrt sich gegen die Kritik des SPD-Fraktionschefs im Kreistag, Hannes Birke, er setze sich nicht für den Bau des drittes Bahngleises ein. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium verwies während eines Treffens mit der Pinneberger Bürgermeisterin Urte Steinberg auf ein Schreiben an Enak Ferlemann (CDU). Darin setzt er sich bereits im April beim Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium für die Belange des Kreises ein. „Ich fordere das dritte Gleis“, sagt Schröder, „genau so wie andere Politiker von SPD und CDU.“ Ein zusätzliches Bahngleis sei eine alte Forderung der Christdemokraten.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte den Bau eines dritten Schienengleises zwischen Elmshorn und Eidelstedt aus dem dringenden Bedarf für den Bundesverkehrswegeplan bis 2030 gestrichen. In seiner Antwort an Schröder argumentiert Ferlemann mit einer Umverteilung der Verkehrsströme, wenn die Fehmarnbeltquerung in Betrieb genommen werde. Damit sinke die Belastung für den Steckenabschnitt zwischen Pinneberg und Elmshorn. Die 15 Kilometer Gleis würden 120 Millionen Euro kosten und werden deswegen vom Bundesverkehrsministerium als nicht wirtschaftlich eingestuft.

Pinneberg plant bereits einen weiteren Bahnsteig

Schröder hat einen anderen Vorschlag, wie die Situation vor allem für Berufspendler verbessert werden kann, und zwar relativ kurzfristig. Er setzt auf den Bau neuer Bahnsteige in Pinneberg und Elmshorn. „Mit zusätzlichen Bahnsteigkanten lassen sich die Kapazitäten verbessern“, sagte der Rellinger. Die Mittel für dieses Projekt seien vorhanden. Der Bund habe den Ländern Teile der Mineralölsteuer zur Verfügung gestellt. Schröder sieht deswegen die Landesregierung in der Pflicht, denn die zusätzlichen Bahnsteige können von Kiel ohne eine Ausweisung im Bundesverkehrswegeplan geschaffen werden.

Der Vorschlag des CDU-Bundestagsabgeordneten findet die Unterstützung der Bürgermeisterin. Urte Steinberg weist darauf hin, dass es in Pinneberg bereits Vorbereitungen für einen weiteren Bahnsteig gibt. Schröder lobte während des Treffens im Rathaus die Entwicklung, die Pinneberg macht: „Hier bewegt sich etwas.“ Und die Bürgermeisterin sagt: „Die Innenstadt bekommt ein komplett neues Gesicht.“

Dazu gehört auch die Umgestaltung des Bahnhofs. Urte Steinberg versicherte, dass der Neubau des Busbahnhofs nicht durch die vom Kieler Innenministerium eingefrorenen Investitionen beeinflusst wird. 85 Prozent des 1,64 Millionen-Euro-Projekts werden über Fördergeld finanziert, das davon unbeeinflusst ist. Für die restlichen von der Stadt aufzubringende Summe geht die Verwaltungschefin davon aus, dass Teilgenehmigungen aus Kiel rechtzeitig im Herbst vorliegen. Im Sommer 2017 kann dann der Busbahnhof fertiggestellt werden.