Pinneberg
Wedel

Stadt und Firma teilen sich Parkplatzkosten

In Wedel wollen sich Firma Trioptics und die Stadt die Kosten für den Bau eines halböffentlichen Parkplatzes teilen

In Wedel wollen sich Firma Trioptics und die Stadt die Kosten für den Bau eines halböffentlichen Parkplatzes teilen

Foto: Jan Woitas / picture alliance / ZB

90 neue Stellflächen in Wedel geplant. Vormittags sind sie für die Mitarbeiter von Trioptics reserviert, sonst darf jeder rauf.

Wedel.  Am Strandbaddamm in Wedel soll ein neuer Parkplatz mit 90 Stellflächen entstehen. Das Besondere daran: Der Messgerätehersteller Trioptics, der gleich nebenan eine neue Firmenzentrale bauen und kräftig expandieren will (wir berichteten), möchte sich zur Hälfte an den Kosten beteiligen – und den Parkraum dafür auch etwa die Hälfte der Zeit für seine Mitarbeiter nutzen können.

Auf dem Firmengelände gibt es offenbar entgegen erster Planungen nicht genug Platz, um Autos in ausreichender Anzahl abzustellen. Ein Vertragsentwurf zwischen Stadt und Trioptics ist bereits ausgearbeitet. Nun haben die Politiker die Angelegenheit im Rat diskutiert. Quintessenz: Sie brauchen mehr Details.

Während Bürgermeister Niels Schmidt von einer „guten Erweiterung der Stellplatzanlage mit einer ordentlichen Beteiligung der Firma“ spricht, kann man – wie Grünen-Fraktionschef Olaf Wuttke – den Sachverhalt auch genau andersherum darstellen. Dann wäre das Ganze plötzlich ein mit Steuergeld subventionierter Betriebsparkplatz. Schmidt geht davon aus, dass die Stadt von dem gemeinsamen Projekt profitieren werde. Denn die Stellflächen sollen außerhalb einer vertraglich festgeschriebenen Nutzung durch Trioptics, also zum Beispiel wochentags ab 14 Uhr, am Wochenende und feiertags, in die Parkraumbewirtschaftung gehen. So verdient Wedel daran.

Das Problem: Die Zeit drängt. Trioptics braucht den Nachweis über genug Parkplätze, damit die Baugenehmigung erteilt werden kann. 2017 muss die Firma ihren jetzigen Sitz an der Hafenstraße verlassen. Und die Stadt will den Top-Gewerbesteuerzahler nicht verlieren. Deshalb hat der Rat nun beschlossen, erst mal die für die Baugenehmigung notwendigen Plätze zu garantieren. Details sollen später erörtert werden.