Pinneberg
Uetersen

Kiel hört Uetersen und Kreis an wegen Bleekerstift-Streits

Uetersen. Die Stadt Uetersen wird im Disput mit der Kreisverwaltung um die künftige Nutzung des Bleekerstiftes eine gemeinsame Stellungnahme von Stadt und Rat an das Innenministerium in Kiel senden. Darauf haben sich die Verwaltung und der Hauptausschuss am Dienstagabend verständigt.

Der Kreis will auf dem ehemaligen Klinikgelände eine Sammelunterkunft für jene Flüchtlinge einrichten, die dem Kreis zugeteilt sind, um so einen Zeitpuffer für die Kommunen bei der dezentralen Unterbringung zu schaffen. Uetersen will dagegen ein Wohnprojekt des Architekten Maik Timm auf dem Areal realisieren. Daher hat die Stadt eine Veränderungssperre für das Gelände verhängt. Die wird vom Kreis angefochten.

Wie Bürgermeisterin Andrea Hansen mitteilt, werde es in Kiel wegen der Differenzen zwischen Kreis und Stadt eine Anhörung geben, sobald die Stellungnahme beim Ministerium vorliegt. Die Verwaltungschefin gab ebenfalls bekannt, dass die Regio-Kliniken erklärt hätten, dass es keine Verhandlungen über einem Verkauf des Bleeker-
stift-Grundstücks mit dem Uetersener Architekten geben werde, solange der Kreis an seinen Plänen für eine Sammelunterkunft festhält.