Pinneberg
Kreis Pinneberg

Mehr Komasäufer im Kreis Pinneberg

Oliver Stolz (v.l.), Stefan Albrecht und Thomas Ehlert unterstützen die Kampagne "bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen"

Oliver Stolz (v.l.), Stefan Albrecht und Thomas Ehlert unterstützen die Kampagne "bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen"

Foto: Anneke Lohse / HA

Komasaufen unter Jugendliche wieder Trend:DAK-Gesundheit will mit der Kampagne „bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen“ aufklären.

Kreis Pinneberg.  Entgegen dem landesweiten Trend ist die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen (zehn bis 19 Jahre) im Kreis Pinneberg gestiegen. 2014 wurden 75 von ihnen wegen einer Alkoholintoxikation ins Krankenhaus eingeliefert. 2013 waren es mit 66 Betroffenen 13,6 Prozent weniger.

Zur Aufklärung setzt die DAK auch 2016 die Kampagne „bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen“ fort. Bei dem bundesweiten Wettbewerb werden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln.

„Nach wie vor gehört der Alkohol für viele Jugendliche zum Feiern und Spaß haben dazu“, sagt Thomas Ehlert von der DAK im Kreis Pinneberg. „Daher bleibt für uns die Alkoholprävention unverzichtbar, damit sich die positive Entwicklung auf Landesebene auch auf die Region überträgt und die Klinikeinweisungen zurückgehen.“

Besonderen Anlass zur Sorge bereitet der Alkoholmissbrauch bei den zehn bis 15 Jahre alten Mädchen und Jungen. Zwölf Kinder aus dieser Altersgruppe wurden 2014 in einer Klinik behandelt.

Seit 2010 haben mehr als 72.500 Künstler an der Präventionskampagne, die auch Landrat Oliver Stolz und Stefan Albrecht von der Suchtberatung Pinneberg unterstützen, teilgenommen. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 31. März. Danach werden in allen Bundesländern die besten Plakate ausgezeichnet. Aus denen wählt eine Jury um Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, den Bundesgewinner aus. Mehr Infos: www.dak.de/buntstattblau.