Pinneberg
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Defekt löst Feuer aus – Kanzlei vor Neustart

Die Brandursache des Großfeuers aus der Nacht zu Neujahr ist geklärt

Die Brandursache des Großfeuers aus der Nacht zu Neujahr ist geklärt

Foto: Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Das Großfeuer, das in der Nacht zu Neujahr in einer Pinneberger Kanzlei ausbrach wurde durch einen Lampendefekt ausgelöst.

Pinneberg.  Mehr als eine Woche nach dem Großfeuer in der Nacht zu Neujahr steht die Ursache fest: Ein Defekt in einem LED-Spot in der Decke hat den Brand ausgelöst, der 15 Minuten nach Beginn des neuen Jahres die Feuerwehr stundenlang in Atem hielt.

Am Freitag waren Ermittler sowie Brandsachverständige noch einmal vor Ort. Das Gebäude an der Rabenstraße gehört der Steuerkanzlei Bodenstein, Bochmann & Partner. Auch Eigentümer Marco Bodenstein war bei der Begehung dabei. „Laut dem Gutachter wird die Wiederherstellung des Gebäudes weit mehr als eine Million Euro kosten“, sagt Bodenstein. So müsse das komplette Dach inklusive der beiden darin befindlichen Geschosse abgetragen werden. Bodenstein: „Es können nur die Mauern und die Decke des Erdgeschosses stehen bleiben.“

Er überlege nun, das 2012 erworbene und für einen sechsstelligen Betrag umgestaltete Gebäude komplett neu zu errichten. „Das ist eine Option.“ Der Gründer der Kanzlei rechnet damit, dass er und die 30 Mitarbeiter etwa in 15 bis 20 Monaten wieder an den Standort zurückkehren können. Aktuell seien die Mitarbeiter freigestellt. Nach dem von Bodenstein im Abendblatt gestarteten Aufruf „habe ich mehrere Angebote für Ausweichquartiere erhalten“. Die Unterschrift unter einen Mietvertrag stehe kurz bevor. Er rechne damit, spätestens ab dem 18. Januar eine Ersatzfläche in der Kreisstadt beziehen zu können, so Bodenstein.

99 Prozent der laufenden Akten und 80 Prozent des Archivs seien gerettet worden.Sie würden derzeit ebenso wie Großteile des Mobiliars gereinigt und getrocknet. Die Server haben ebenfalls kaum Schäden erlitten, sie laufen bereits wieder.