Elmshorn

Polizei gelingt Schlag gegen Drogenhandel

Burkhard Fuchs
Die sogenannten Legal Highs sind laut Polizei keineswegs legal. Die Rauschmittel, getarnt als Kräutermischungen oder Badesalz, können zu lebensgefährlichen Vergiftungen führen

Die sogenannten Legal Highs sind laut Polizei keineswegs legal. Die Rauschmittel, getarnt als Kräutermischungen oder Badesalz, können zu lebensgefährlichen Vergiftungen führen

Foto: Christoph Schmidt / dpa

Polizei nahm in Elmshorn zwei Tatverdächtige fest, die sogenannte Legal High-Mischungen über das Internet vertrieben haben.

Elmshorn.  Der Elmshorner Polizei ist ein Schlag gegen den illegalen Handel sogenannter Party- und Designer-Drogen gelungen, die in Fachkreisen auch „Legal Highs“ heißen. Dabei wurden zwei Elmshorner im Alter von 25 und 44 Jahren festgenommen, die im Verdacht stehen, diese berauschenden Kräutermischungen, die mit synthetischen Substanzen versetzt sind und geraucht werden, in großen Mengen über das Internet verkauft zu haben. Der ältere mutmaßliche Haupttäter sitzt in Untersuchungshaft.

Anlass für diese erfolgreiche Fahndung der Ermittlungsgruppe Rauschgift der Kripo Elmshorn waren Vorfälle Anfang November, als mehrere Schüler einer Elmshorner Schule nach dem Konsum dieser gefährlichen Drogen stationär im Krankenhaus ärztlich behandelt werden mussten. Einige der betroffenen Acht- und Neuntklässler litten unter erheblichen Ausfallerscheinungen und waren mit Kreislaufproblemen zusammengebrochen. Die Kripo Elmshorn konnte nun nachweisen, dass die dabei konsumierten „Legal Highs“-Kräutermischungen keineswegs legal waren, wie Polizeisprecher Nico Möller mitteilt. Bei der Wohnungsdurchsuchung des hauptverdächtigen Drogendealers stellte die Polizei vier Kilogramm dieser Substanzen sicher. Die kriminaltechnische Untersuchung habe eindeutig ergeben, dass es sich um verbotene Substanzen nach dem Betäubungsmittelgesetz handele, erläutert der Polizeisprecher weiter. Weitere Durchsuchungen und entdeckte Beweismittel ergaben dann ein schlüssiges Bild von einem regen bundesweiten Handel mit diesen Kräutermischungen von Elmshorn aus.

Nicht nur die beiden ermittelten Täter werden sich nun wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen. Auch gegen die Käufer dieser Substanzen werde die Polizei strafrechtlich vorgehen, kündigt Möller an. „Die Ermittlungen dauern an.“ Die Polizei warnt aber vor allem aus gesundheitlichen Gründen vor der Einnahme dieser gefährlichen Substanzen.

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