Schenefeld

Kinder pflanzen Obstbäume für Bienen

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Katy Krause
Die Kinder der Kita Rasselbande helfen beim Einpflanzen der Obstbäume auf der Bienenwiese

Die Kinder der Kita Rasselbande helfen beim Einpflanzen der Obstbäume auf der Bienenwiese

Foto: Stadt Schenefeld / HA

Hamburger Biologe unterstützt ehrenamtlich Schenefelds neues Umweltprojekt. Auf 5000 Quadratmeter großer Wiese entstehen Biotope.

Schenefeld.  Biene ist eben nicht gleich Biene. Das hat Schenefelds Stadtplaner Ulf Dallmann während eines Telefonats mit Henry Tiemann erfahren. Der Hamburger, der am Zoologischen Institut der Universität arbeitet, versteht sich auf die für das Ökosystem so wichtigen Insekten. Dieses Wissen möchte er gern teilen.

Als Tiemann von Schenefelds Projekt, „bienenfreundlichste Kommune“ werden zu wollen, in der Zeitung las, meldete er sich bei der Stadtverwaltung und bot seine Hilfe an. Die hat bereits gefruchtet, wie Dallmann berichtet. So entstehen auf Anraten Tiemanns nun mehrere Biotope, die den jeweiligen Bedürfnissen der Wildbienen entsprechen.

Das geplante neue Bienenzentrum liegt zwischen Altonaer Chaussee und Flaßbarg. Dabei handelt es sich um eine 5000 Quadratmeter große Wiese an der Düpenau. Viel Platz, um den bedrohten Insekten freundliche Angebote zu unterbreiten. Unter anderem sollen zahlreiche Blumen, Brombeerhecken und Obstbäume den Tieren Nahrung bieten.

Kürzlich legten deshalb die Jüngsten der Stadt Hand an und halfen beim Einpflanzen der Bäume. Die Kinder der Kita Rasselbande und der Stephanskirche übernehmen auch Patenschaften für die Obstbäume.

Insgesamt werden 25 Bäume von Birne bis Holsteiner Zitrone gepflanzt. Zudem wird die Stadtverwaltung die von Tiemann empfohlenen Lebensräume schaffen. So wird ein zehn Meter langer und 60 Zentimeter hoher Wall für die Erdbienen aufgeschüttet, für die Sandbienen gibt es zwei bis drei sandige Flächen. Zudem werden mit Hilfe von Spaten und Hanf Mäusenester nachempfunden, die einige der bedrohten Bienenarten gern als Unterschlupf nutzen. Weiterhin werden an der Düpenau Binsen als Brutplatz gepflanzt.

In Zusammenarbeit mit örtlichen Imkern sollen laut Dallmann Infotafeln aufgestellt werden, die über die Wildbienen aufklären. Zudem werden Insektenhotels und möglicherweise Bienenkörbe der Imker auf der Wiese aufgestellt. Biologe Tiemann hat zudem ehrenamtliche Führungen vor allem für Kinder angeboten. Zudem ist für Erwachsene auch ein Kursus bei der Volkshochschule angedacht.

Mit diesen Angeboten möchten die Schenefelder dann bei einem Wettbewerb des BUND punkten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz sucht die bienenfreundlichste Kommune und hat zu Bewerbungen aufgerufen. Die Jury wird sich im Frühjahr vor Ort einen Eindruck verschaffen. Aus dem Kreis Pinneberg bewirbt sich auch Halstenbek für den Wettbewerb.

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