Pinneberg
Elmshorn

Bau des Kirchenzentrums läuft nach Plan

Christian Weber (v.l.), Projektmanager Sven Vierenklee, Thomas Ritscher, Propst Thomas Bergemann und Volker Hatje auf dem Richtfest

Christian Weber (v.l.), Projektmanager Sven Vierenklee, Thomas Ritscher, Propst Thomas Bergemann und Volker Hatje auf dem Richtfest

Foto: Anne Dewitz / HA

Fünf Monate nach der Grundsteinlegung steht der Rohbau des Neubaus. Die Kosten sind allerdings um 260.000 Euro gestiegen.

Elmshorn.  „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen“: Mit diesem Psalm wurde das Richtfest des neuen Kirchlichen Zentrums Elmshorn am Donnerstagnachmittag eingeleitet. Bislang scheint der Segen gegeben, denn fünf Monate nach der Grundsteinlegung steht der Rohbau des viergeschossigen Neubaus in der Kirchenstraße. Polier Ingo Grantz ging auf Nummer sicher und sicherte Glück und Segen mit seinem Richtspruch hoch oben auf dem Baugerüst doppelt ab.

Mit dem Bau eines Kirchlichen Zentrums in der Innenstadt will der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf die Bedeutung des Kirchenstandorts Elmshorn stärken und die kirchlichen Dienste an einem gemeinsamen Ort vernetzen. Dafür investiert der Kirchenkreis nach bisheriger Planung 7,4 Millionen Euro in das 4000 Quadratmeter große Areal gleich neben der historischen Hauptkirche St. Nikolai. Allerdings sind die Kosten unerwartet um 260.000 Euro gestiegen, weil bei den Erdarbeiten Schadstoffe im Boden gefunden wurden – abweichend vom Gutachten. Nun muss die Synode am Sonnabend in Elmshorn darüber beraten, ob sie mehr Geld bewilligt.

Im Kirchlichen Zentrum Elmshorn werden künftig die kirchlichen Dienste und Werke, so das Jugend- und das Frauenwerk, die Notfallseelsorge, die Ökumenische Arbeitsstelle und die Kita-Fachberatung, arbeiten. Auch sind Büros für die Kirchengemeinde St. Nikolai und die Pfarrstelle Evangelische Bildungsarbeit und Spiritualität, den Kirchenkreis und den Kirchengemeindeverband Elmshorn sowie die Mitarbeitervertretung geplant. „Wir halten diesen Neubau für eines der wichtigsten Vorhaben des Kirchenkreises in diesem Jahrzehnt“, sagte Propst Thomas Bergemann.

Im Herzen des Gebäudes entstehen der Gemeindesaal, wo das Richtfest mit Burgunderschinken und Getränken gefeiert wurde, und das Diakonie-Café. Außerdem werden 23 Wohnungen für Menschen mit und ohne Behinderungen entstehen, die hier in einer Gemeinschaft leben sollen. Der Kirchenkreis hat dafür mit den Glückstädter Werkstätten einen Kooperationspartner gefunden.

Von der Idee, auch einen Kindergarten, eine Pastorenwohnung und eine Dachterrasse zu integrieren, hatte man sich 2013 aus Kostengründen verabschieden müssen. „Wir hatten das Projekt dann schon auf Eis gelegt, als mich der Propst überraschend zu sich einlud, um die Pläne in abgespeckter Version zu besprechen“, sagt Architekt Thomas Ritscher vom Büro GRS Architekten. Die Genehmigung der Stadt kam rasch und so nahm alles doch noch seinen Lauf. Mitte Februar wurde das alte Gebäude abgerissen. Nach dem Tiefbau konnte im Mai mit dem Bau des Gebäudes begonnen werden. „Die Rohbauarbeiten sind so gut wie abgeschlossen“, sagt Ritscher. Nun sollen bis Ende des Jahres Fassaden fertiggestellt und Fenster eingesetzt werden. Spielt das Wetter mit könnte im Juni die Übergabe erfolgen.