PZ-Regional

Konzert-Stress mit Happy End

Eine Glosse von Karsten Jaeger

Da war er wieder. Einer dieser Momente, in denen ich mich fragte: Kriege ich im alltäglichen Zeitstress nichts mehr auf die Reihe oder leidet einfach nur die terminliche Koordinationsfähigkeit? Man könnte sagen, mit einem Vermerk im Handy wäre so etwas nicht passiert. Ja, denke ich heute. Wohl kaum.

Seit einiger Zeit habe ich mich zu einem Fan von Konzertbesuchen entwickelt. Was läuft in Hamburg? Wo muss man hin? Eines Tages entdeckte ich im Abendblatt den Termin: 7. Oktober. An diesem Tag hat sich die kanadische Rockband Nickelback in der Barc-laycard-Arena angesagt. Klasse. Nichts wie hin, Tickets besorgen. Aber halt, stopp! Zu dieser Zeit ist doch die Reise mit meiner Freundin nach Spanien geplant. Kein Problem: Urlaub vorziehen, rechtzeitig zum 7. Oktober die Rückkehr.

Vor drei Tagen dann beim Frühstück das böse Erwachen. Frage: Wann läuft noch das Nickelback-Konzert? Ist es nicht der 21. Oktober? Der Blick ins Internet lässt mich verzweifeln. Das darf nicht wahr sein! Und dann diese teuren Karten. Geld futsch, den Spaß hatten die anderen.

Ein Happy End scheint undenkbar. Dann aber: Wegen einer Stimmband-Operation von Sänger Chad Kroeger hat Nickelback alle Termine der Europatour abgesagt. Unglaublich! Meine eklatante Vergesslichkeit wird noch belohnt. Als mir das Geld im Ticketcenter zurückerstattet wird, erzähle ich der Verkäuferin die ganze Story noch mal, so angefasst bin ich noch immer.

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