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A-7-Ausbau: Pendler steigen kaum auf AKN um

Trotz der Ausbau-Arbeiten an der A 7 steigen nur wenige Pendler auf die Bahn um

Trotz der Ausbau-Arbeiten an der A 7 steigen nur wenige Pendler auf die Bahn um

Foto: Michael Rauhe

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer appelliert bei SPD-Veranstaltung für die Elektrifizierung der AKN-Bahnstrecke.

Kreis Pinneberg.  Der sechsspurige Ausbau der Autobahn 7 bewegt die Menschen im Kreis Pinneberg. Kai Vogel, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, hatte daher zu einer Info-Veranstaltung nach Halstenbek eingeladen. Mit Verkehrsminister Reinhard Meyer und dem Hamburger Stau-Experten Gerhard Fuchs hatte Vogel zwei Fachleute an der Seite.

Die Besucher an diesem Abend scheinen sich mit dem bis Ende 2018 andauernden Ausbau und den damit verbundenen Behinderungen weitgehend arrangiert zu haben. Die Kritik hielt sich in Grenzen. „Ohne den Ausbau würde sich die Situation nicht verbessern“, sagt Vogel. Eine überraschende Entwicklung sei es, dass bisher nur wenige Pendler, die mit dem Auto zwischen Quickborn und Hamburg unterwegs sind, in die parallel fahrende AKN umsteigen. „Die Fahrgaststeigerungen sind nur marginal.“ Das könnte an der Leidensfähigkeit der Autofahrer im Stau liegen oder am fehlenden Komfort, weil die Fahrgäste in Eidelstedt in die S-Bahn umsteigen müssen.

„Das macht deutlich, wie wichtig das S-21-Projekt mit Elektrifizierung der Bahnstrecke Eidelstedt bis Kaltenkirchen ist“, so Vogel. Ende Oktober sei dazu eine weitere Veranstaltung mit Minister Meyer in Ellerau geplant. Viele Autofahrer würden auch über die B 4 ausweichen, was gerade in Hasloh zu erheblichen Behinderungen führe, klagten Anwohner. Meyer versprach, sich dies vor Ort anschauen zu wollen.

Nächstes großes Projekt wird der Abriss der Brücke zwischen Bönningstedt und Norderstedt (K 5) sein, die dann sieben Monate nicht zu befahren sein wird. Noch sei nicht entschieden, wo dann der Busverkehr über die A 7 geführt wird. Die dann fertiggestellte Brücke im Hagen/Spann dürfte zu schmal für eine Ausweich-Alternative sein. Der Umweg über Hasloh wäre denkbar, sagten die Verkehrsexperten. Dafür müsste allerdings eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden. Die Brücke im Hasloher Weg hat nur eine Tragfähigkeit bis zu 16 Tonnen. Ein mit 90 Fahrgästen voll besetzter Linienbus wiegt 18 Tonnen. Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund hofft, dass sein Dorf dadurch eine dauerhafte Busverbindung erhalten könnte.