Pinneberg
Rellingen

Ausbau der Caspar-Voght-Schule wird teuer

Jochen Kähler, Leiter der Caspar-Voght-Schule in Rellingen.

Jochen Kähler, Leiter der Caspar-Voght-Schule in Rellingen.

Foto: Arne Kolarczyk

An der Caspar-Voght-Schule sollen Schüler künftig auch ihr Abitur machen können. Nötiger Ausbau würde 12,5 Millionen Euro kosten.

Rellingen.  Rellingen macht Ernst in Sachen gymnasialer Oberstufe. Der Schulausschuss fällte am Donnerstagabend den Grundsatzbeschluss, künftig das Abitur an der Caspar-Voght-Gemeinschaftsschule im Ortsteil Egenbüttel zu ermöglichen. Die Entscheidung steht jedoch unter dem Vorbehalt eines positiven Votums des Kieler Bildungsministeriums. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, weil aktuell die erforderliche Mindestschülerzahl von 120 Schülern pro Jahrgang nicht erreicht wird.

„Die Schule wird sehr gut angenommen und weist steigende Zahlen auf“, sagt die zuständige Rathausmitarbeiterin Silke Mannstaedt. Sie hat den Politikern erstmals Zahlen vorgelegt, was eine gymnasiale Oberstufe in Rellingen kosten würde. Erforderlich wäre eine großflächige Erweiterung des bestehenden Schulgebäudes. Mannstaedt: „Es muss viel Geld in die Hand genommen werden.“ So kostet die große Lösung, die von einer zweizügigen Grund-, einer fünfzügigen Gemeinschaftsschule und einer dreizügigen Oberstufe ausgeht, 12,5 Millionen Euro. Die Schülerzahlen an der Caspar-Voght-Schule würden sich nahezu verdoppeln, gerechnet wird mit 945 Schülern. Für eine Alternative, die sich durch die Einzügigkeit im Grundschulbereich unterscheidet, kalkuliert die Gemeinde mit Investitionskosten von 10,8 Millionen Euro und 875 Schülern.

Auch eine sogenannte kleine Lösung hat Mannstaedt betrachtet. Sie geht von einer wie bisher einzügigen Grundschule und vier Klassen pro Jahrgang in der Gemeinschaftsschule aus, die gymnasiale Oberstufe entfällt bei dieser Variante (630 Schüler). Auf sie entfallen Baukosten von 3,5 Millionen Euro. Eine Erweiterung der Schule ist angesichts steigender Schülerzahlen und der Vorgabe, den offenen Ganztagsbereich auszubauen, laut Mannstaedt ohnehin alternativlos.