Pinneberg

Grundsteinlegung: Hier wächst die City

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Andreas Daebeler, Thomas Pöhlsen
Urte Steinberg (v.l.) Michael Demandt und Innenminister Stefan Studt bei der Grundsteinlegung

Urte Steinberg (v.l.) Michael Demandt und Innenminister Stefan Studt bei der Grundsteinlegung

Foto: Thomas Pöhlsen / HA

20-Millionen-Euro-Projekt: Freitag wurde Grundstein für 118 Wohnungen auf dem ehemaligen Kreishaus-Areal an der Lindenstraße gelegt.

Pinneberg.  Wo einst das Kreishaus stand, konnte gestern der Grundstein für ein neues Wohnprojekt gelegt werden. Innenminister Stefan Studt (SPD) würdigte es als „zukunftsweisend“, weil es in besonders energiesparsamer Weise sowie barrierefrei errichtet werde. Mit dem Vorhaben holten die Investoren Wohnraum zurück in die Pinneberger Stadtmitte. Es entstehe aus der Vergangenheit und für die Zukunft, erklärte Bürgermeisterin Urte Steinberg mit Blick auf die vorherige Nutzung. Für die Mieter sei alles fußläufig erreichbar, lobte sie.

Die Kreisverwaltung hatte der Stadt Pinneberg im Oktober 2011 den Rücken gekehrt und ihre neue Heimat in Elmshorn bezogen. Der Rendsburger Investor Michael Demandt hatte das 8800 Quadratmeter große Areal kurze Zeit später für 2,59 Millionen Euro vom Kreis Pinneberg erworben. Er wird rund 20 Millionen Euro in den omplex mit fünf Wohnhäusern mit jeweils fünf Geschossen investieren. 118 Wohneinheiten sollen entstehen, 40 Prozent davon öffentlich gefördert. 62 Wohnungen sind bereits vergeben. Auch eine Tiefgarage mit 140 Stellplätzen wird gebaut. Ende 2014 hatte Demandt damit begonnen, das marode Kreishaus an der Moltkestraße dem Erdboden gleichzumachen. Befürchtungen, ein Luftschutzbunker unter dem Gebäude könnte Probleme verursachen, bestätigten sich nicht. „Dessen Abriss war kein Problem“, so der Rendsburger Unternehmer. Im alten Kreishaus, dem früheren Krankenhaus, das aus Gründen des Denkmalschutzes nicht dem Bagger zum Opfer fallen darf, sollen Büros entstehen. Als Mieter ist die Rettungskooperation Schleswig-Holstein im Gespräch.

Michael Demandt ist in Pinneberg kein Unbekannter. Er hatte 2010 die katholische St.-Pius-Kirche abgerissen und an der Feldstraße in Pinneberg danach altengerechte Wohnungen hochgezogen. Sein Neubau an der Moltke-straße ist nur ein Puzzleteil bei der Entwicklung der Innenstadt. In unmittelbarer Nachbarschaft investierte auch die Pinneberger Genossenschaft Neue GeWoGe. Sie hat auf einem Grundstück an der Ecke Moltkestraße/Von-Ahlefeldt-Stieg einen Neubau mit 32 Wohnungen und 28 Garagenplätzen hochgezogen. Die ersten Mieter ziehen bereits ein. Bis das auch auf dem ehemaligen Kreishausgelände der Fall ist, dürfte noch ein Jahr vergehen. Pinnebergs Stadtverwaltung erhofft sich von dem neuen Quartier einen Schub für die Innenstadt, die nach der Abwanderung der Kreismitarbeiter unter Kaufkraftverlust leidet.

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