Pinneberg
PZ-Regional

Souveränität und Überblick fehlen

Bund und Land zahlen Millionen Euro an die Kindergärten. Ziel ist es, mehr Krippenplätze zu schaffen und finanziell leckgeschlagene Kommunen zu entlasten. Pinneberg ist eine solche Pleitestadt. Doch statt zu reagieren und unverzüglich das Gespräch mit Trägern zu suchen, um Einsparmöglichkeiten auszuloten, wurden städtische Zuschüsse jahrelang ungeprüft weitergezahlt. Das jetzt vorgelegte Ergebnis interner Ermittlungen im Pinneberger Rathaus belegt das Versagen.

Vor allem verdeutlicht das Geschehen eines: Trotz katastrophaler Finanzlage und gebetsmühlenartig betonten Sparzwangs fehlt es Verantwortlichen im Rathaus offensichtlich an Überblick und Souveränität. Man fragt sich zwangsläufig, wo Pinneberg noch Geld flöten geht, während zugleich darüber diskutiert wird, Lehrer fürs Parken vor ihren Schulen zur Kasse zu bitten, um ein paar Tausend Euro mehr im Säckel zu haben.

Seite 2 Bericht