Pinneberg
Wedel

Kartellbehörde stimmt Verkauf von Pentosin zu

Foto: nn

Die Übernahme durch Fuchs Petrolub ist fix. Weniger klar ist, wie sich die Fusion auf die 160 Mitarbeiter in Wedel auswirken wird.

Wedel. Das lief wie geschmiert: Die Kartellbehörden haben der geplanten Übernahme des Wedeler Unternehmens Pentosin durch Fuchs Petrolub zugestimmt. Rückwirkend zum 1. Juli wurde der Handel damit perfekt, wie Tina Vogel als Pressesprecherin von Fuchs Petrolub auf Anfrage bestätigt. Die Mitarbeiter an den Standorten in Wedel und Dormagen seien auf Betriebsversammlungen bereits darüber informiert worden.

Die Übernahme durch den deutlich größeren Fuchs Petrolub-Konzern ist damit klar. Weniger klar ist, wie sich diese Fusion auf Wedel auswirken wird. Etwa 160 Mitarbeiter sind für die Deutschen Pentosin-Werke bislang tätig, deren Hauptsitz sowie eine der beiden Produktionsstätten in Wedel angesiedelt waren. Somit flossen auch die Gewerbesteuer-Einnahmen in die Wedeler Stadtkasse.

„Fuchs möchte Pentosin als starke Marke erhalten“, versichert Vogel. Auch der Standort in Wedel stände nicht zur Debatte. Allerdings soll Pentosin in den europäischen Verbund des Konzerns eingegliedert werden. Erste Treffen zwischen den Führungskräften der jeweiligen Abteilungen habe es bereits gegeben. Es würden Synergien im Bereich Einkauf, Rohstoffbeschaffung und Bündelung der Bedarfe geschaffen. Inwieweit die Übernahme am Ende auch Auswirkungen auf die Zahl der Mitarbeiter hat, kann Vogel derzeit nicht sagen. Sie verweist auf laufende Gespräche.

Die Deutschen Pentosin-Werke, die Automobilhersteller weltweit mit Schmierstoffen versorgen, wurden 1927 gegründet. Der Umsatz lag 2014 bei 135 Millionen Euro.