Pinneberg
PZ-Regional

Der Kommandeur denkt voraus

Die Bundeswehr muss mit der Zeit gehen. Das war schon immer so in ihrer 60-jährigen Geschichte. Sie ist das Spiegelbild unserer Gesellschaft. Doch gerade Ältere, die als Wehrpflichtige den Bund noch aus eigener Anschauung erlebt haben, mögen sich wundern, wie modern sich die Freiwilligenarmee heute darstellt. Das wird beim neuen, dem neunten Kommandeur der Unteroffizierschule der Luftwaffe in Appen, deutlich. Oberst Markus Kurczyk, dem ersten studierten Diplompädagogen auf dieser Position, sind das Wohlergehen seiner Soldaten und die Attraktivität der Bundeswehr sehr wichtig. Er macht sich über die Familienfreundlichkeit dieses Berufs Gedanken und bezweifelt, ob der ständige Standortwechsel heute noch zeitgemäß sei.

Kein Wunder, auch die Bundeswehr muss sich dem Fachkräftemangel stellen. Sie konkurriert dabei mit der Privatwirtschaft. Darum sieht Kurczyk seinen Arbeitgeber auch als „ganz normale Firma“ an, die genügend Bewerber für ihre Aufgaben braucht. Durch den Wegfall der Wehrpflicht, die bis zu 30.000 junge Männer jedes Jahr rekrutierte, sind es heute 10.000 Männer und Frauen, die sich freiwillig melden. Da muss sich der Bund bewegen und auf sie und ihre Bedürfnisse einstellen. Mit modern denkenden Leuten wie Oberst Kurczyk ist die Bundeswehr auf einem guten Weg, dies zu erreichen.

Seite 2 Kommandeur will mehr Einblicke geben