Pinneberg
Hetlingen

Abwasser-Zweckverband will höheren Preis für sein Breitbandnetz

Der azv will seine Breitbandsparte verkaufen

Der azv will seine Breitbandsparte verkaufen

Foto: Thomas Pöhlsen / HA

Zwölf Millionen Euro hat der azv investiert. Geboten wurde ihm im ersten Verfahren nur gut sechs Millionen Euro.

Hetlingen. Im zweiten Anlauf soll der Verkauf der Breitband-Sparte des Abwasser-Zweckverbandes Südholstein (azv) klappen. Am 10. August um 24 Uhr endete die Startphase des neuerlichen Bieterverfahrens um die Glasfasernetze in Holm, Hasloh, Lentföhrden und Heist. Wie viele Unternehmen Interesse bekundeten, darüber war beim azv mit Blick aufs Verfahren nichts zu erfahren.

Offener ist dagegen Jürgen Neumann, Vorsteher des Breitband Zweckverbandes Südholstein, der im ersten Verfahren das höchste Gebot abgeben hatte: „Wir sind wieder zusammen mit einem potenten Partner dabei.“ Nach Abendblatt-Informationen zeigte auch die Nummer zwei des ersten Verfahrens, die Stadtwerke Barmstedt, Interesse. Am 18. Dezember soll feststehen, wer den Zuschlag bekommt.

Gescheitert war der Verkauf, weil der Kaufbetrag der azv-Spitze zu gering erschien. Zwölf Millionen Euro sind in das Projekt investiert worden. Die gebotene Summe soll geringfügig über der Hälfte gelegen haben. Um den Preis zu erhöhen, wird nicht mehr die GmbH angeboten, sondern nur das Netz. Potenzielle finanzielle Risiken bleiben damit bei den Klärwerkern.