Pinneberg
Haseldorf

Ausstellung zu bedrohten Wiesenvögeln

Die Feldlerche gehört zu den unbedrohten Wiesenvogeln

Die Feldlerche gehört zu den unbedrohten Wiesenvogeln

Foto: McPHOTO / picture alliance / blickwinkel/M

Immer mehr Wiesenvögel sind vom Aussterben bedroht. Ursachen sind neue Feinde und veränderte Lebeensbedingungen.

Haseldorf.  Den Wiesenvögeln ist die neue Ausstellung der Kreisjägerschaft im Elbmarschenhaus gewidmet. Grund: Der Bestand geht kontinuierlich zurück. „Einige Arten sind schon vom Aussterben bedroht“, sagt Helmut Fricke, der die Ausstellung konzipiert hat. „Der Gesang von Feldlerche und Kiebitz ist immer seltener zu hören.“

Denn die Veränderungen der Kulturlandschaft bedrohen die Wiesenvögel. So wird das Gras früher gemäht, was den Nachwuchs der Bodenbrüter gefährdet, durch die Intensivierung der Landwirtschaft sind weniger Insekten und Würmer zu finden. Zudem hat sich die Zahl der natürlichen Feinde vermehrt. Neben Fuchs, Dachs und Marder stellen auch die eingewanderten Marderhunde und Minks den Wiesenvögeln nach. Der größte Feind bleibt jedoch nach Aussage des Jägers die Hauskatze: Es wird davon ausgegangen, dass ihnen 1,2 bis 1,4 Millionen Vögel jährlich zum Opfer fallen.

13 Exponate wurden für die Haseldorfer Schau vom Tierpräparator Gerd Reinstrom zur Verfügung gesellt. Das aus der Sicht von Fricke wichtigste Ausstellungsstück ist ein Kampfläuferpaar. Das männliche Exemplar ziert ein prächtig anmutendes Balzkleid. Immer sonntags öffnet das „Jägerzimmer“ von 10 bis 16 Uhr. Es ist ein Vertreter der Waidmannschaft anwesend, um zu berichten und Fragen zu beantworten. Die Ausstellung im Elbmarschenhaus, Hauptstraße 26, bleibt bis einschließlich 18. Oktober geöffnet.