Pinneberg
PZ-Regional

Schenefeld bleibt wieder außen vor

Erinnern Sie sich noch? Vor gut einem Jahr brüsteten sich Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz und die Planer der Hamburger Hochbahn AG mit einer neuen U-Bahn-Linie nach Lurup und zum Osdorfer Born. Die benachbarte Stadt Schenefeld mit täglich Tausenden Pendlern blieb bei diesem Tunnel-Projekt allerdings außen vor. „Haben die noch alle T(r)assen im Schrank?“, fragten sich damals viele Bürger der Düpenau-Metropole und fanden ebenso wie ich die Streckenführung einfach unterirdisch. War wohl nix mit Metropolregion und länderübergreifender Planung.

Doch jetzt keimte plötzlich neue Hoffnung auf, als ich gestern im Abendblatt las, dass nun auch die Hamburger-S-Bahn-Strategen eine Strecke nach Lurup und zum Osdorfer Born quer durch den Hamburger Westen anpeilen.

Doch zu früh gefreut! Auch die S-Bahn-Strecke knickt in Lurup unmittelbar vor der Stadtgrenze Schenefelds stramm südlich zum Osdorfer Born ab. Jetzt ist es keine Frage mehr: Die Hamburger Nahverkehrsplaner haben tatsächlich nicht alle T(r)assen… na, Sie wissen schon.

Gespannt bin ich, ob Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) es auch diesmal wieder bei einem schüchternen „Bitte, bitte“ belässt oder ihrem Parteifreund Scholz mal richtig Dampf macht. Als Mitglied im Landesvorstand der schleswig-holsteinischen SPD könnte eine derartige Profilierung Küchenhofs wohl auch für weitere politische und berufliche Perspektiven nicht von Nachteil sein.