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Achtung bei Ferienjobs: Auch Schüler sind steuerpflichtig

Kreis Pinneberg. Ob Beeren pflücken, kellnern oder Eis verkaufen, viele Schülerinnen und Schüler im Kreis Pinneberg nutzen die Sommerferien, um sich ein wenig Taschengeld dazuzuverdienen. Doch aufgepasst: Auch der Arbeitslohn von Schülern ist steuerpflichtig.

Der Bund der Steuerzahler macht darauf aufmerksam, dass Ferienjobber rechtzeitig ihre Steueridentifikationsnummer und das Geburtsdatum ihrem neuen Chef vorlegen sollten. Nur bis zu einem monatlichen Bruttolohn von knapp 900 Euro fallen demnach in der Regel keine Steuern an.

Die AOK Nordwest appelliert ebenfalls, zu klären, ob Ausgaben zur Sozialversicherung anfallen. Seit 2015 gibt es eine neue Regelung: Jugendliche, die in ihren Sommerferien einen befristeten Job annehmen, dürfen ab diesem Jahr maximal drei Monate oder 70 Arbeitstage arbeiten, ohne Abgaben leisten zu müssen. Die Frist von drei Monaten ist den Angaben zufolge dann gültig, wenn die Tätigkeit an mindestens fünf Tagen in der Woche ausgeübt wird.

Von maximal 70 Arbeitstagen ist die Rede, wenn die Arbeitszeit des Schülers wöchentlich weniger als fünf Tage beträgt. Für Schulabgänger gelten jedoch andere Regeln. Mit der Aushändigung des Abschlusszeugnisses ist die Schulzeit offiziell beendet. Schulabgänger sind somit verpflichtet, auch bei einer befristeten Beschäftigung Beiträge zur Sozialversicherung zu zahlen. Ist nach der Schule allerdings ein Studium geplant, darf der Ferienjobber bis zu drei Monate oder 70 Tage befristet als Vollzeitkraft sozialabgabenfrei arbeiten.