Pinneberg
Kreis Pinneberg

Fracking-Unternehmen zieht sich zurück

Auch in Elmshorn und Barmstedt hatte es Proteste gegen Fracking gegeben (Symbolbild)

Auch in Elmshorn und Barmstedt hatte es Proteste gegen Fracking gegeben (Symbolbild)

Foto: Martin Gerten / dpa

Die kanadische Firma PRD Energy werde in Deutschland nicht mehr nach Erdgas und Erdöl suchen, teilt der Konzern mit.

Kreis Pinneberg. Im März hatte das kanadische Unternehmen bereits seine Aktivitäten ruhen lassen. Nun zieht sich PRD Energy ganz aus Deutschland zurück. Es werde in der Bundesrepublik nicht mehr nach Erdgas oder Erdöl suchen, teilt das Unternehmen auf Englisch auf seiner Homepage mit. Das lässt die Anwohner im Raum Elmshorn und Barmstedt aufatmen, die sich bereits zu der Bürgerinitiative „Frackingfreies Auenland“ zusammengeschlossen haben. „Was für ein herrlicher Sommertag“, jubelt BI-Sprecherin Marion Ecke. „Jetzt sind Energien frei und wir können uns verstärkt für ein Frackingverbot einsetzen.“ Die BI werde aber weiterhin wachsam bleiben, falls „die nächsten Glücksritter ihre Claims abstecken“.

PRD Energy hatte über das Bergbauamt Hannover eine Aufsuchungserlaubnis nach Kohlenstoffen in zwei Suchräumen, die den halben Kreis Pinneberg abdecken, und auch in anderen Kreisen des Landes erwirkt. Dort wollte die Firma insbesondere Erdgas aus dem Schiefer im Boden holen, mit Methoden, die wegen des möglichen Chemie- und Wassereinsatzes bei Umweltschützern sehr umstritten sind.

Ihren Rückzug aus Deutschland begründet die kanadische Firma damit, dass sich die kostspielige Bohrung angesichts der niedrigen Ölpreise zurzeit nicht mehr lohne. Diese Investition sei den Aktionären des Unternehmens nicht mehr zuzumuten. Deshalb werde das Berliner Büro von PRD Energy zum 31. August geschlossen.