Pinneberg
Fördermittel

2,5 Millionen Euro für Projekte in der Region

Knapp 2,5 Millionen Euro aus Brüssel können bis 2020  in der sogenannten AktivRegion verteilt werden

Knapp 2,5 Millionen Euro aus Brüssel können bis 2020 in der sogenannten AktivRegion verteilt werden

Foto: Patrick Seeger / dpa

„AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest“ kann bis 2020 Zuschüsse aus EU-Programm vergeben. 100.000 Euro pro Vorhaben möglich.

Moorrege. Das Leben im ländlichen Raum zu verbessern ist Ziel der „AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest“. Helfen sollen dabei Zuschüsse aus EU-Fördermitteln , die in Kürze fließen werden. Werbung wird für deren Nutzung mit einem neuen Internetauftritt und einer Broschüre gemacht, die am Montag im Amt Moorrege vorgestellt wurden.

Mitglieder der AktivRegion sind die Gemeinden der Ämter Pinnau, Elmshorn-Land, Moorrege und Haseldorf sowie die Städte Wedel und Tornesch. Knapp 2,5 Millionen Euro aus Brüssel können bis 2020 verteilt werden. Damit dies strukturiert geschieht, gab sich der Verein vier Ziele: Ortskerne sollen zukunftsfähig gemacht, dem Klimawandel entgegen gewirkt, der Tagestourismus gefördert und lokale Bildungssangebote gestärkt werden.

Was unterstützenswert ist, darüber berät der Vorstand des Trägervereins, der das erste Mal übrigens am 25. August ab 17 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Seester öffentlich tagt. Genehmigen muss die Beschlüsse noch das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) in Itzehoe, doch „dort wurde noch nie eines unserer Projekt abgelehnt“, weiß der Vorsitzende des Trägervereins, Jürgen Manske, aus der vorherigen Förderperiode.

Sowohl Kommunen als auch Unternehmen oder Organisationen können Projekte anmelden. So soll etwa über die Nutzungserweiterung eines in einer Neuendeicher Kate untergebrachtes Cafés zu einem Restaurant befunden werden. „Wir erhalten dadurch ein historisches Gebäude, und der Betrieb wird von Erzeugern aus der Region beliefert werden“, so die Begründung von Mathias Günther vom „BüroNord“, das die Geschäfte der AktivRegion führt.

Geld möchte aber auch die Stadt Wedel, um einen Elbanleger für Traditionsschiffe zu bauen. Höchstens 100.000 Euro können in ein Vorhaben fließen. Einen Unterschied zwischen privaten und öffentlichen Projekten gibt es allerdings. Kommunen bekommen eine höhere Förderquote.

„Es gibt viele Töpfe“, so Manske. Und deswegen ist noch ein zweiter angelegt worden, über den im zuständigen Ministerium für Ländliche Räume entschieden wird. Er beinhaltet 68 Millionen Euro von EU, Land und Bund für Großprojekte. Hier sind keine festen Quoten für jede der 22 AktivRegionen Schleswig-Holsteins festgelegt worden. Mit der Kraft der Argumente müsse in Kiel überzeugt werden, sagt Manske. In diese Kategorie fiel während der vergangenen Förderperiode der Heidgrabener MarktTreff sowie ein Dorfzentrum für Klein-Offenseth-Sparrieshoop, die jeweils 750.000 Euro bekamen.

Manske geht davon aus, dass die Zuschüsse bis 2020 noch steigen. Das sei auch im vergangenen Förderzeitraum so gewesen. Gestartet wurde 2007 mit einem Grundbudget von 1,9 Millionen Euro und am Ende standen inklusive „Leuchtturmprojekten“ 6,5 Millionen Euro Fördergelder. (pö)