Pinneberg
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Unterstützung für Kinder aus Suchtfamilien

Marei Theunert (l.) und Wenke Klüßendorf kümmern sich um Kinder aus von Sucht betroffenen Familien

Marei Theunert (l.) und Wenke Klüßendorf kümmern sich um Kinder aus von Sucht betroffenen Familien

Foto: Andreas Daebeler / HA

Bei der Suchtberatung an der Bahnhofstraße in Pinneberg finden Jungen und Mädchen auch während der Sommerferien Gehör.

Pinneberg. Wenn Mutter oder Vater zur Flasche greifen, leiden häufig vor allem die Kinder im Haus. Eben denen wollen Marei Theunert und Wenke Klüßendorf helfen. Sie sind bei der Suchtberatung der Diakonie beschäftigt – und habe Angebote für Kinder aus von Sucht betroffenen Familien in petto. Etwa die „Spürnasen“, die sich regelmäßig treffen.

„Uns geht es darum, Schuldgefühle abzubauen, den Austausch zu fördern und das Selbstwertgefühl der Jungen und Mädchen zu stärken“, sagt Theunert. Voraussetzung sei die Zustimmung von mindestens einem Elternteil. Ein ausführliches Vorgespräch sei ebenfalls Bedingung für den Besuch der „Spürnasen“.

32 Kinder und Jugendliche suchten im vergangenen Jahr die Pinneberger Beratungsstelle auf. Diplom-Pädagogin Theunert und Sozialpädagogik Klüßendorf wollen das Angebot der Beratungsstelle jetzt bekannter machen. Für die Ferien organisieren sie von Montag bis Mittwoch, 20. bis 22. Juli, drei Aktionstage, zu denen Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis zwölf Jahren jeweils von 10 bis 13 Uhr in die Räume der Familienbildung, Bahnhofstraße 20, kommen können. Das Klientel für derartige Angebote ist theoretisch im Kreis Pinneberg vorhanden. „Laut Statistik ist jedes siebte Kind von Sucht in der Familie betroffen“, weiß Theunert. Die Suchtberatungsstelle pflege einen engen Draht zu Schulsozialpädagogen und Jugendamt, um an Informationen zu kommen. „Häufig sind es aber auch die Eltern selbst, die ihre Kinder bei uns anmelden.“

„Die Spürnasen“ sind ein Gruppenangebot der Suchtberatung Pinneberg für Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien. Sie kommen immer dienstags von 16.30 bis 18 Uhr in den Räumen der Einrichtung des Diakonischen Werks Hamburg West/Südholstein in der Bahnhofstraße 29-31 zusammen. Nähere Informationen zu diesem und weiteren Angeboten der Diakonie gibt es bei Theunert und Klüßendorf unter Telefon 04101/40 88 70 oder per E-Mail (suchtberatung.pinneberg@diakonie-hhsh.de). Auf diesem Weg werden auch Anmeldungen für die Ferienaktion entgegengenommen. Mehr Informationen zu den Angeboten der Suchtberatungsstelle gibt es im Internet unter der Adresse www.suchtberatung-pinneberg.de