Pinneberg
Hetlingen

Defizit wird durch die Rücklagen gedeckt

Foto: Peter Kneffel / dpa

Die Abwassergebühren werden von den jüngsten Verlusten nicht beeinflusst, teilt der Abwasser-Zweckverband Südholstein mit.

Hetlingen.  Die Verluste der Breitbandsparte haben keinen Einfluss auf die Abwassergebühren. Das teilte der Abwasser-Zweckverband Südholstein mit. Während der jüngsten Verbandsversammlung war ein Minus in der Jahresbilanz 2013 von 4,25 Millionen Euro abgesegnet worden, das aus der „azv Südholstein Breitband GmbH“ stammt, einer hundertprozentigen Tochter des Kommunalunternehmens.

Über die allgemeinen Rücklagen solle das Defizit gedeckt werden, so Vorstand Christine Mesek. Vorsteher Roland Krügel hatte während der Verbandsversammlung erklärt, dass 2014 und 2015 ebenfalls ein Loch beim azv wegen des Minus der Breitbandsparte anfallen werde.

Nicht mehr die GmbH steht zum Verkauf sondern nur das Glasfasernetz

Bei der Versammlung war auch über die Konsequenzen aus dem Scheitern der Verkaufsverhandlungen der Glasfaser-Tochter beraten worden. Die Klärwerker hatten die Gespräche mit dem Breitband-Zweckverband Südholstein (BZV) abgebrochen. Der wird von Holm, Hasloh, Lentföhrden und Heist getragen, in denen der azv bereits Glasfasernetze verlegt hat.

Das Bieterverfahren soll neu gestartet werden. Mit dem geänderten Verfahren will der azv mehr Geld einnehmen, als es mit dem Verkauf an den BZV möglich gewesen wäre. Zwölf Millionen Euro sind in das Projekt investiert worden. Ob das Netz wirklich so viel wert ist, wird von Experten aus der Branche allerdings bezweifelt. Zumindest eine wertmindernde Bedingung wurde von der Verbandsversammlung gekippt. Nicht mehr die GmbH steht zum Kauf, sondern nur das Glasfasernetz, was für den Erwerber weniger Risiken bedeutet.

Keine Sorgen sollen sich die nach eigenen Angaben 3000 Kunden der azv Südholstein Breitband GmbH machen. In den vier Dörfern geht der Kundenservice wie gewohnt weitergehen. Die bestehenden Verträge gelten weiter. Ist ein Käufer für die Breitbandsparte gefunden, werden die Nutzer ein Angebot für einen Wechsel zum neuen Netzbetreiber erhalten.