Pinneberg
125. Geburtstag

Hasloh feiert seiner Feuerwehr und Brandhelfer

Foto: Burkhard Fuchs

Drei Tage Dorffest am Wochenende mit Musik, Tanz und Vorführungen am Festplatz in der neuen Ortsmitte. Freitag um 15 Uhr geht’s los.

Burkhard Fuchs. Das ganze Dorf dürfte am Wochenende (26. bis 28. Juni) auf den Beinen sein, wenn die Freiwillige Feuerwehr Hasloh ihr 125-jähriges Bestehen feiert. Von Freitag, 26., bis Sonntag, 28. Juni, wird auf dem Festplatz in der neuen Ortsmitte drei Tage lang mit Musik, Tanz, Disco, Vorführungen, Rettungsaktionen, Flohmarkt, Gottesdienst und Karussellfahren gefeiert. „Dies ist ein Jubiläum, das für unsere Gemeinde von großer Bedeutung ist, denn die Feuerwehr spielt in unserem Ort eine gar nicht wegzudenkende Rolle“, würdigt Bürgermeister Bernhard Brummund den Stellenwert der Brandschützer in der Dorfgemeinschaft.

28 engagierte Bürger aus Hasloh und Winzeldorf, das heute zu Bönningstedt gehört, kamen an jenem Apriltag des Jahres 1890 im Gasthaus Schadendorf zusammen, um eine Brandwehr zu gründen. Zum ersten Wehrführer wurde Hermann Breckwoldt ernannt, der Ur-Großvater des heutigen stellvertretenden Wehrführers Lars Breckwoldt, 32, dessen Bruder Maik wiederum 2001 zu den ersten 21 Mitgliedern der neuen Jugendwehr gehörte.

116 Mitglieder

Heute zählt die Hasloher Wehr 116 Mitglieder: 56 aktive Kameraden, 32 Männer und Frauen im Musikzug der Feuerwehr, 16 Ehrenmitglieder und zwölf aktive Jugendliche. Fünf Einsatzfahrzeuge stehen den Brandschützern zur Verfügung. Zu 50 bis 60 Einsätzen werden sie pro Jahr gerufen.

Der größte im vorigen Jahr war Ende Juli die Bergung der Nebelgranate aus dem Zweiten Weltkrieg, die auf einem Grundstück im Garstedter Weg bei Bauarbeiten entdeckt worden war. Zehn Menschen erlitten Rauchgas-Vergiftungen, als die Phosphorbombe alles vernebelte. Die Experten vom Kampfmittelräumdienst des Landeskriminalamtes wurden gerufen. Ein Dekontaminationszelt der Kreis-Feuerwehr wurde vorsorglich aufgestellt.

Notlandung einer Chartermaschine 1971

Am spektakulärsten in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Haslohs war sicherlich die Notlandung einer Chartermaschine im September 1971 auf der gerade fertiggestellten Autobahn 7, die 99 der 121 Menschen an Bord überlebten. Feuerwehrmann Manfred Maier war damals einer der ersten am Unglücksort. Die Unglücksmaschine, die einen Triebwerkschaden hatte, wurde beim Aufprall auf eine Autobahnbrücke in mehrere Teile zerrissen. „Mir liefen nur so die Tränen runter. Ich heulte wie ein Schlosshund“, erinnert sich der damals noch junge Feuerwehrmann an den schrecklichen Anblick des Geschehens.

Die Gedanken an Leben und Tod schwingen sicherlich immer mit, wenn Feuerwehrleute zum Einsatzort gerufen werden. An diesem Wochenende aber steht Spiel, Spaß und Freude auf dem Programm. „Das wird das erste Dorffest seit 2007 sein, als Hasloh sein 750-jähriges Bestehen feierte“, kündigt Vize-Wehrführer Breckwoldt an. Eröffnet wird es am Freitag um 15 Uhr am Festzelt von Wehrführer Thomas Krohn und Bürgermeister Brummund. Bis Sonntag 16 Uhr ist dann heiterer Trubel in Hasloh angesagt.