Pinneberg
Pinneberg

Lokale Agenda 21 Pinneberg besteht seit zehn Jahren

Pinneberg. Sie haben vier Bürger-Solarstromanlagen gebaut und betreiben diese. Sie haben dafür gesorgt, dass es seit acht Jahren den fair gehandelten „Pinneberger Kaffee“ in vielen Geschäften der Kreisstadt zu kaufen gibt. Sie haben bei mehreren Baupflanzaktionen viele freie Gartenflächen in Pinneberg mit verschiedenen Arten bepflanzt – das sind nur einige Beispiele aus dem Wirken der Lokalen Agenda 21 Pinneberg in den vergangenen zehn Jahren.

Alles begann im Juni 2005 mit einer Eröffnungsveranstaltung im Rathaus Pinneberg, zu der etwa 150 Bürger aus Pinneberg und Umgebung kamen. Dabei bildeten sich spontan sieben aktive Gruppen, erinnert sich Agenda-Sprecher Klaus Marquardsen, „deren Ziel es war, eine nachhaltige Entwicklung vor Ort zu entwickeln und zu unterstützen.“ Nachhaltigkeit bedeute, so Marquardsen, dass jeder Bürger dieser Erde so leben sollte, dass die nachfolgenden Generationen einen ähnlichen Lebensstil führen können wie die jetzige.

Unter dem Slogan „Global denken – lokal handeln“ arbeiten bis heute etwa 30 ehrenamtlich Tätige in den Gruppen Fairer Handel, Verkehr, Energie, Car-Sharing, Grünflächen und Plattdeutsch-Runde bei regelmäßigen Zusammenkünften, um die Idee der Nachhaltigkeit umzusetzen. Die Gruppe sei sich im Klaren, so Marquardsen, dass mit den bislang geleisteten Projekten noch nicht Schluss sein könne. Denn die Lokale Agenda 21 habe weitere Aufgaben zu einer kommunalen Nachhaltigkeit im Konzept. Dazu gehörten unter anderem Ökosysteme und Artenvielfalt, öffentliche Haushalte, internationale Gerechtigkeit, Armutsbekämpfung, Nutzung der Wasserressourcen und umweltverträglicher Umgang mit Abfällen.

Die Stadt Pinneberg unterstütze die Lokale Agenda 21 per Ratsbeschluss aus dem Jahr 2000. Marquardsen dazu: „In einem Dialog mit den politischen Vertretern, der Verwaltung, allen örtlichen Institutionen, den Bürgerinnen und Bürgern, Kindern und Jugendlichen, kulturellen Minderheiten und Randgruppen der Stadt Pinneberg liegen die großen Chancen der Lokalen Agenda 21 für die Zukunft.“