Pinneberg
Zum neunten Mal

Quickborner Kirchturmfest soll Brücken schlagen

Pastorin Claudia Weisbarth und die Organisatorinnen des Kirchturmfestes

Pastorin Claudia Weisbarth und die Organisatorinnen des Kirchturmfestes

Foto: Burkhard Fuchs

Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh lädt für das neunte Kirchturmfest in die Marienkirche ein. Tombola soll Geld für Projekte einbringen.

Quickborn. Zum neunten Mal lädt die Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh für Sonntag, 31. Mai, zum Turmfest in die Marienkirche in Quickborn ein. Von 11 bis 17 Uhr erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm am Christian-Frederik-Hansen-Platz, benannt nach dem dänischen Bauherrn, der die klassizistische Kirche 1809 als seine erste von fünf Kirchen in Schleswig-Holstein errichten ließ, das damals zum dänischen Königreich gehörte.

Der Kirchturm selbst, mit 32 Metern der höchste Punkt in Quickborn, ist erst 50 Jahre später gebaut worden, berichtet Irene Lühdorff vom Organisationsteam des Turmfestes. Die Kieler Straße (B4), die seit 1832 Hamburg mit Kiel verbindet, hat zum Aufschwung der Gemeinde geführt, sodass die Bewohner darauf drängten, dass das Gotteshaus 1863 nachträglich einen markanten Turm erhielt. Dieser wurde in neoromanischer Bauweise errichtet. Das Turmfest der Kirchengemeinde wurde 1998 ins Leben gerufen, um den Kirchbau vor seinem 200-jährigen Bestehen zu renovieren. Etwa eine halbe Million Euro steckte die 7000 Mitglieder zählende Gemeinde in dieses aufwendige Projekt, das bis heute läuft. „Derzeit ist das Dach nicht dicht. Es regnet rein“, sagt Pastorin Claudia Weisbarth über das „Fass ohne Boden“.

Beim Turmfest wird es auch wieder eine Tombola mit attraktiven Preisen geben, deren Erlös jeweils zu gleichen Teilen dem geplanten Neubau der Kirche in Hasloh, der Marienkirche und der Schule in der Partnerstadt Doliambo in Indien zukommen soll. Es wird Kirchführungen, Ausstellungen der Geschichtswerkstatt, Spiele für Kinder, ein Bühnenprogramm und Leckeres zu essen und trinken geben.

Ein Highlight dürfte der Nachbau einer losen Brückenkonstruktion sein, die auf den Plänen des berühmten Universalgenies Leonardo da Vinci aus dem frühen 16. Jahrhundert beruht. „Wir wollen damit Brücken schlagen zu anderen Religionen und Kulturen, die herzlich eingeladen sind“, sagt Pastorin Weisbarth.